{"id":8977,"date":"2022-09-15T13:48:35","date_gmt":"2022-09-15T11:48:35","guid":{"rendered":"https:\/\/2022.hsb1846.de\/?page_id=8977"},"modified":"2023-01-19T15:15:05","modified_gmt":"2023-01-19T14:15:05","slug":"geschichte-fechten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hsb1846.de\/en\/home\/abteilungen\/fechten\/geschichte-fechten\/","title":{"rendered":"Geschichte des Fechtsports"},"content":{"rendered":"<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#f6f6f6;font-size:16px\">Fechten geh\u00f6rt neben Boxen und Ringen zu den ersten Wettbewerben der Menschheit. Eine Art sportlichen Fechtens betrieb man schon in der Antike (im alten Griechenland und im r\u00f6mischen Reich) und in Afrika.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#f6f6f6;font-size:16px\">Urspr\u00fcnglich war das Fechten ein bewaffneter Kampf zweier Personen, bei dem Blankwaffen mit langer Klinge sowie Handschutz verwendet wurden. Diese wurden so gef\u00fchrt, dass Angriffe des Gegners abgefangen werden konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#f6f6f6;font-size:16px\">Mit der Entwicklung effizienter Handfeuerwaffen verloren Blankwaffen ab dem 17. Jahrhundert weitgehend ihre milit\u00e4rische Bedeutung. Das Schwert wurde nur noch gegen zivil, in Duellen oder zur Selbstverteidigung gegen leicht bzw. ungepanzerte Gegner verwendet und wurde daher vom Gewicht leichter und in der F\u00fchrung schneller.<br>Von Italien und Spanien ausgehend erlebte in dieser Zeit das Rapierfechten seine Bl\u00fcte, im 18. Jahrhundert abgel\u00f6st durch noch leichtere Formen von Degen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#f6f6f6;font-size:16px\">Die europ\u00e4ische Duellkultur geht zur\u00fcck auf das Sp\u00e4tmittelalter, als auch das B\u00fcrgertum seinen ersten Aufschwung erlebte. Da zu dieser Zeit das Tragen einer Waffe, sowie auch Recht und Pflicht des Ehrenhandelns (Duell) Privileg des freien (adeligen)&nbsp; Mannes war, strebten die freien B\u00fcrger nach diesen Rechten, um sich dem Adel zu emanzipieren. So entstanden die ersten Fechterb\u00fcnde, wie z.B. die &#8222;Veitsfechter&#8220; zu Prag, die ihre Bundeskonvente im Veitsdom in Prag feierten.<br><br>Gleichzeitig verloren im soldatischen Bereich wegen der Verbreitung und einfacheren Handhabung der Feuerwaffen viele milit\u00e4rische Fechtlehrer Sold und Brot und suchten sich neue Bet\u00e4tigungsfelder als Lehrer b\u00fcrgerlicher Fechter, jedoch auch als Lohnfechter in Ehrenh\u00e4ndeln. Dabei zogen sie durch die St\u00e4dte, klopften an die Portale gutb\u00fcrgerlicher H\u00e4user und Palais und fragten an, ob ein Fechtmeister gebraucht wurde: &#8222;sie gingen fechten&#8220;, um sich ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen. Auch dieser Ausdruck wird heute noch verwendet, jedoch f\u00fcr direkte Haust\u00fcrenbettelei.<br><br>Auch seit dem Mittelalter gab es Versuche, sowohl von der Kirche als auch vom Gesetzgeber, Duelle zu verhindern oder unter Strafe zu stellen.<br>Das Reichsstrafgesetzbuch von 1871 verbot jegliche Art von&nbsp;<em>Zweikampf mit t\u00f6dlichen Waffen<\/em>. Trotzdem blieb der gesellschaftliche Zwang zum Ehrenh\u00e4ndel bis nach dem ersten Weltkrieg weit verbreitet, allerdings wurden Duelle au\u00dferhalb der Studentenschaft und der Kavallerie (S\u00e4bel) seit dem sp\u00e4ten 18. Jahrhundert meist mit Faustfeuerwaffen statt mit Blankwaffen ausgefochten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#f6f6f6;font-size:16px\">Um 1570 pr\u00e4gte der Franzose Henri Saint Didier die meisten Fechtausdr\u00fccke, die auch heute noch verwendet werden. In Deutschland wurde das Fechten vor allem an den Universit\u00e4ten betrieben, speziell in seiner studentisch vereinfachten Form der Mensur. Eine F\u00f6rderung erfuhr das Fechten erst wieder durch die Turnerbewegung im 19. Jahrhundert. 1862 entstand der erste Fechtclub in Hannover, 1896 fanden die ersten deutschen Meisterschaften statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#f6f6f6;font-size:16px\">Die im Wettkampf zum Einsatz kommenden Waffen sind Florett, Degen und (leichter) S\u00e4bel (im Gegensatz zum 1955 im Sportbereich suspendierten &#8222;schweren&#8220; S\u00e4bel, der nur auf Hieb gefochten wurde). Florett und Degen sind reine Sto\u00dfwaffen, der S\u00e4bel ist eine Hieb- und Stichwaffe. Gefochten wird auf einem stegartigen Boden (ca. 14 m lang und 1,50 &#8211; 2 m breit), der Fechtbahn (frz.: Planche).<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fechten geh\u00f6rt neben Boxen und Ringen zu den ersten Wettbewerben der Menschheit. Eine Art sportlichen Fechtens betrieb man schon in der Antike (im alten Griechenland und im r\u00f6mischen Reich) und in Afrika. Urspr\u00fcnglich war das Fechten ein bewaffneter Kampf zweier Personen, bei dem Blankwaffen mit langer Klinge sowie Handschutz verwendet wurden. 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