Turnierberichte

Hier finden Sie unsere aktuellen Berichte, wie sie auch in den Zeitungen (HZ und Wochenzeitungen) zu lesen sind.

Medaillenhagel für Heidenheimer Fechter in Tauberbischofsheim

Fünf von acht möglichen Titeln konnten die Fechterinnen und Fechter des Heidenheimer Sportbundes bei den Landesmeisterschaften der U17 und Aktive für sich beanspruchen. Besonders die Damen räumten in den Wettbewerben auf Landesebene ab und holten sich alle Titel.

Den Anfang machten die U17 Degendamen, die einen vollen Medaillensatz mit nach Hause bringen konnten. Landesmeisterin wurde die erst 14 Jährige Lisa-Marie Nüsseler, die sich als eine der jüngsten Teilnehmerinnen durchsetzen konnte. Silber ging an Franziska Eichhorn, die im Finale mit 6:15 das Nachsehen hatte. Auf dem Bronzerang landete Mariella Tomic, das gute Abschneiden rundeten Katie Busch und Maike Behrens mit den Plätzen 5 und 6 ab.

Im Temwettbewerb holten Eichhorn, Nüsseler, Tomic und Behrens gemeinsam Gold. Mit 45:31 sicherten sie sich gegen Ditzingen den Landestitel.

Auch die Degenherren der U17 konnten den Mannschaftstitel für sich gewinnen. Mit 45:39 konnten sich Horant Kummer, Erik Busch, Frederik Zimmermann und Joannes Schenkengel gegen die Equipe aus Tauberbischofsheim durchsetzen.

Im Einzelwettbewerb hingegen reichte es nur für den Bronzerang. Im Halbfinale musste sich Joannes Schenkengel dem Tauberbischofsheimer Philip Sigmund mit 9:13 geschlagen geben und erreichte als bester Heidenheimer Rang 3. Horant Kummer schaffte es unter 36 Teilnehmern auf Platz 5, WM Teilnehmer Matthew Bülau schied verletzungsbedingt aus.

Auch die Aktiven gingen in Tauberbischofsheim an den Start. Ein starkes Teilnehmerfeld erwartete die elf Starter des HSB. Im Herrendegen gingen 41 Fechter an den Start, mit dabei auch die Nummer 1 der Deutschen Rangliste Richard Schmidt (TBB). Doch auch Heidenheim schickte mit Stephan Rein einen erfahrenen Topfechter ins Rennen. Er qualifizierte sich mit Siegen über Weltcup Teilnehmer Robert Schmier und Bendix Kelpe (U20 WM Teilnehmer) für das abschließende Finale um den Landestitel. Hier musste er sich doch Richard Schmidt mit 12:15 geschlagen geben und sich schlussendlich mit Silber begnügen. Jakob Blum und Jonas Boorz schafften es auf die Plätze 8 und 7.

Bei den Damen wussten wieder besonders die Youngsters zu überzeugen. Noch vor zwei Wochen konnte sich Carolina Alves De Lima bei der U20 durchsetzen, dieses Mal sicherte sie sich Silber. WM Teilnehmerin Alexandra Zittel trumpfte mit Gold auf, den Medaillensatz machte Franziska Mayr mit Bronze voll. Unter die Top Acht kam außerdem HSB Internatsschülerin Lilly Kleinert, die somit ebenfalls als U20 Fechterin auf sich aufmerksam machte.

Im Mannschaftswettbewerb scheiterten die HSB Degenherren bereits im Halbfinale. So belegte das Team mit Rein, Blum, Boorz und Fendt nur Rang vier. Die Damen in der Besetzung Franziska Mayr, Alexandra Zittel, Carolina Alves De Lima und Alla Zittel gewannen souverän das abschließende Finale und holten sich gemeinsam Gold.

Der HSB und Landestrainer Hans-Jürgen Hauch freute sich über das überraschend gute Abschneiden der jüngeren Konkurrenz: „In den Wettbewerben zeigten vor allem die Jüngsten starke Ergebnisse, das zeigt ihre Motivation es auch mal den älteren zu beweisen!"


Foto: Fechtzentrum Heidenheim; Fechter vlnr: Frederik Zimmermann, Erik Busch, Horant Kummer, Joannes Schenkengel, Maike Behrens, Franziska Eichhorn, Greta Neuber, Mariella Tomic, Katie Busch, Lisa-Marie Nüsseler

Foto: Fechtzentrum Heidenheim; Fechter vlnr: Trainer Philipp Stein, Franziska Mayr, Alla Zittel, Carolina Alves De Lima

Bülau unter Erwartungen

U17 Fechter Matthew Bülau ging mit hohen Ambitionen bei den Kadetten Europameisterschaften in Novi Sad an den Start und blieb völlig unter seinen Erwartungen. Trotz gelungenem Auftakt ins Turniergeschehen musste sich der 16 Jährige mit Rang 34 unter 110 Startern zufrieden geben.
Dabei glückte ihm mit fünf Siegen in der Vorrunde ein vielversprechender Start in den Einzelwettkampf. An Rang 7 gesetzt, war er außerdem vom ersten KO Gefecht befreit und musste erst in der Runde der letzten 64 wieder auf die Planche. Was ihm in der Vorrunde auf fünf Treffer noch gelang, schlug auf 15 Treffer leider fehl. So verpasste Matthew mit einer 8:15 Niederlage gegen den Türken Murat Meric das Weiterkommen, sowie die ersehnte Podestplatzierung.
Auch auf seinem Instagram Channel gestand sich der MPG Schüler ein: „Das Ergebnis liegt weit unter meinen Erwartungen, aber ich werde diese Erfahrung nutzen, um zu versuchen besser zu werden!"

Auch im Team wollte sich kein Erfolg einstellen. Die Deutsche Mannschaft mit Matthew Bülau, Jakob Stange (Solingen) und Jann-Rouven Schmidt (Wetzlar) musste lediglich zu dritt antreten, da Ole Petersen (Altenburg) krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte.
Bereits im Auftaktgefecht hatten die Jungs Probleme mit ihren Gegnern aus Bulgarien mitzuhalten und musste ihnen mit 40:45 schließlich auch den Vortritt lassen. Ein unbefriedigender und kurzer Turniertag, den die Deutschen Degenherren mit Rang 19 unter 25 Mannschaften abschlossen.

Nun heißt es, aus den Niederlagen zu lernen und mit erhobenem Haupt den Jugend Weltmeisterschaften in Dubai (UAE) am 9. April entgegenzublicken. Bis dahin heißt es für die Fechterinnen und Fechter des HSB weiter fleißig trainieren.


Foto: EFC/Kilian Agath Bizzi Team

Nadine bestätigt Topform

Die HSB Fechterin Nadine Sathlberg wusst ebeim Grandprix in Budapest erneut mit ihrem Talent zu überzeugen. Nach der anstrengenden und nervenaufreibenden Turnierreise nach Russland eine Woche zuvor, zeigte die Sportsoldation trotz allem eine sehr souveränen Auftritt beim Wettkampf in der ungarischen Hauptstadt.

Krankheitsbedingt gingen nur zwei Fechterinnen des Heidenheimer Sportbundes beim Grandprix an den Start, mit dabei die beiden Kadersportlerinnen Anna Jonas und Nadine Sathlberg. Mit je drei und vier Siegen in der Vorrunde, erwischten sie einen guten Start ins Turnier und waren somit vom ersten Gefecht der Direktausscheidung befreit. In der Runde der letzten 128 traf Jonas auf die US Amerikanerin Catherine Nixon. Erst konnte Jonas noch mithalten, musste sich dann aber schließlich doch mit 7:15 deutlich geschlagen geben.

Stahlberg musst an gleicher Stelle an der Lokalmatadorin Edin Kardos (Ungarn) vorbei, was ihr mit 15:9 problemlos glückte. Im Gefecht, das das Weiterkommen in das Haupttableau am nächsten Tag entscheiden sollte, traf die 26 Jährige auf eine deutsche Kollegin. Doch auch Felicitas Grollmisch (Leipzig) musste sich mit 5:11 der erfahreren Stahlberg beugen.

Am zweiten Wettkampftag musste Stahlberg in der Runde der besten 64 Fechterinnen erneut gegen eine deutsche Trainingskameradin ran. Mit der Spitzenfechterin Alexandra Ndolo wartete hier eine größere Herausforderung. Erfreulicherweise konnte sich die HSBlerin mit 15:11 durchsetzen und stand somit in den Top 32 des hochkarätigen Turniers.
Doch an diesem Punkt streikten die Kräfte von Nadine Stahlberg, die Anstrengungen der vorherigen Wochen, waren der Fechterin deutlich anzumerken. So war die Polin Kamily Pytka trotz Kampfgeist nicht zu bezwingen.
Im Endklassement durfte sich Nadine Stahlberg dennoch über den tollen 31. Rang unter 210 Starterinnen freuen. Damit wird sie nun an Rang drei der Deutschen Rangliste geführt und darf sich große Hoffnungen auf eine Nominierung zu den Europameisterschaften der Aktiven in Antalya (Türkei) Mitte Juni machen.

Auch die Herrendegenfechter gingen in Budapest beim gemeinsamen Grandprix an den Start. Für den HSB ging Degenass Stephan Rein auf die Planche. Nach einer passablen Vorrunde, trat Rein im 256er KO gegen Seiya Asami (Japan) an. Leider unterlag Rein dem Japaner mit 10:15 und landete unter 275 Teilnehmern nur auf Platz 174.

Für das nächste Grandprix Turnier geht es für die deutschen Degenfechter und -fechterinnen nach Cali (Kolumbien).

Ergebnisse: Damen (210) Nadine Stahlberg 31., Anna Jonas 138.; Herren (275) Stephan Rein 174.


Foto: Jannis Blank

Wenn sich Silber wie Gold anfühlt

Für einen großartigen Erfolg bei der Junioren Europameisterschaft in Novi Sad sorgte das Damendegen Team rund um HSBlerin Alexandra Zittel mit dem Gewinn der Silbermedaille im Nationenwettbewerb.
Nach einer enttäuschenden Vorstellung im Einzelwettbewerb belohnte sich Alexandra mit dem Titel der Vize-Europameisterin gemeinsam mit ihren deutschen Mannschaftskolleginnen.

Das Turnier im serbischen Novi Sad war geprägt von rasanten Ereignissen rund um die erschütternde Situation in der Ukraine. Auch wenn Sport auf eine unvergleichbare Weise verbindet und man sich ausschließlich auf der Fechtbahn als Gegner begegnet, waren Folgen von Russlands kriegerischen Vergehen auch in allen Fechtwettbewerben der letzten Tage zu spüren.
So entschieden sich nicht nur die Fechterinnen und Fechter der Ukrainischen Delegation dafür, in Kämpfen gegen Vertreter aus Russland nicht anzutreten. Nach einem Solidaritätsaufruf des Ukrainischen Fechterbundes folgten auch weitere Nationen mit dem Boykott gegen ihre russischen Kontrahenten.
Also kam es dazu, dass es in den drei Teamwettbewerben am Dienstag zunächst danach aussah, als würden alle russichen Mannschaften bis ins Finale vordringen, ohne einen einzigen Gegner auf der Fechtbahn besiegt zu haben. Auch im Damendegen verzichteten Großbritannien und Italien jeweils auf das Gefecht gegen Russland und somit auch auf eine weitere Teilnahme in den Platzierungsgefechten.
Im Halbfinale wären die Deutschen Damen rund um HSB Fechterin Alexandra Zittel ebenfalls auf die Russische Equipe getroffen und hätten sich wie das restliche Teilnehmerfeld gegen die Durchführung des Gefechtes entschieden.
Doch der Russische Verband entschied sich aus dem weiteren Wettkampfgeschehen zurückzuziehen und die Teilnahme am Turnier abzusagen. Somit wurde das Turnier fortgesetzt und die Deutsche Mannschaft zog direkt in den Finalkampf ein.

Nach einem starken Auftaktsieg im Achtelfinale gegen die Französinnen, traf das Quartett auf das stärkergesetzte Team aus der Schweiz und qualifizierte sich nach einer überragenden Vorstellung für das Halbfinale. Der Einzug ins Finale war also trotz kampfloser Halbfinalvorstellung ein erkämpfter Erfolg, den die Mädels mit einer besonders glänzenden Medaille versüßen wollten.

Im Endkampf ging es für Alexandra Zittel, Katharina Kozielski (Tauberbischofsheim), Lara Goldmann und Laura Wetzker (beide Leverkusen) gegen die favorisierte Mannschaft aus Ungarn. Bis zur Hälfte des Mannschaftskampfes konnten die Deutschen eine knappe Führung halten, doch scheiterten schließlich an den erfahrenen Ungarinnen, die im Einzelwettbewerb zwei ihrer vier Fechterinnen auf dem Podium sahen.

So durften sich die vier Deutschen Fechterinnen mit Bundestrainer Mariusz Strzalka und HSB Trainer Philipp Stein über eine wohlverdiente Silbermedaille bei der Junioren Europameisterschaft freuen.
Nach der Bronzemedaille im Einzel durch Katharina Kozielski bestätigten die Degendamen also, dass sie mit der europäischen Konkurrenz mithalten können und dem Deutschen Fechterbund großartige Ergebnisse einbringen können.
Die Deutsche Delegation liegt durch die unfassbaren Erfolge der Nachwuchsfechter momentan auf Rang eins im Medaillenspiegel. Der Säbel Außenstützpunkt des Landesleistungszentrum Heidenheims, die TSG Eislingen, sorgte mit ihrem Schützling Colin Heathcock bereits für zwei Goldmedaillen: Der 16 Jährige krönte sich sowohl im Einzel- als auch im Teamwettbewerb zum Europameister. Erfolgreich im Säbel war zudem Felice Herborn (Dormagen), die sich die Bronzemedaille erfocht.

Im Einzelwettbewerb der Degendamen reichte es für Alexandra Zittel nur für Rang 27 unter 93 Teilnehmerinnen. Trotz überzeugendem Auftakt in Vorrunde und Direktausscheid, scheiterte Alexandra zu früh in der Runde der letzten 32. Die an Position drei gesetze Italienerin Caforio behielt im Gefecht um den Einzug ins Achtelfinale mit 15:12 gegen Zittel die Oberhand.
Zittels Mannschaftskameradin Laura Wetzker schaffte es auf Platz 13, Laura Goldmann zog mit Rang acht bis in Viertelfinale und Katharina Kozielski trumpfte überraschend mit dem Gewinn der Bronzemedaille auf.

Franziska Mayr


Foto: Philipp Stein

Foto: EFC; Fechter (v.l.n.r.): Laura Wetzker, Lara Goldmann, Katharina Kozielski, Alexandra Zittel

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