Platz 4 bei Kadetten-EM

Zittel und Schulenburg schrammen nur knapp an Medaille vorbei


Es war ein emotionaler Tag bei der Kadetten-EM in Porec (Kroatien) für das Damendegenteam rund um den Verbandskadertrainer der U17, Philipp Stein. Schon nach dem Einzel kündigte sich an, dass Alexandra Zittel, Patricia Schulenburg zusammen mit Katrin Meißner und Katharina Kozielski motiviert waren, sich eine Medaille zu erkämpfen. Während der Saison hatte es das Team bei den European Circuits zweimal ins Viertelfinale geschafft, einmal in Grenoble sogar Silber geholt. Nach anfänglicher Nervosität konnte man im Achtelfinale Griechenland souverän mit 45:33 schlagen und im Viertelfinale wartete das Team aus Ungarn. Im 4. Gefecht konnte Zittel eine Drei-Treffer Führung erkämpfen, welche Kozielski sogar auf sieben Treffer ausbaute. Es wurde aber nochmal spannend: Im letzten Gefecht tat sich Meißner gegen Rita Szarvas schwer, die Ungarin setzte alles daran, ihrer Mannschaft noch Medaillenchancen zu bewahren, doch Meißner zeigte Nervenstärke und setzte den entscheidenden 45:44 Treffer zum Sieg. Im Halbfinale stand man der Mannschaft aus Israel gegenüber. Nach einem guten Start folgten vier Gefechte, in welchen die Israelis taktisch besser agierten und sich einen komfortablen Vorsprung von neun Treffern heraus fochten. Die deutsche Mannschaft geriet unter Zugzwang, konnte das Gefecht nicht mehr drehen und das Team verlor 32:45. Im Kampf um Bronze standen die jungen Fechterinnen Russland gegenüber. Nach einem 8 Treffer Rückstand schaffte es Zittel, die Mannschaft nochmals auf einen 27:30 Stand heran zu bringen, doch die Russinnen wurden nicht nervös und konnten das Gefecht mit 45:36 für sich entscheiden. Deutschland belegt somit im Endklassement den ausgezeichneten 4. Platz.
„Es war ein sehr emotionaler Tag für uns. Ich bin stolz auf meine Fechterinnen, vor allem auf das Gefecht gegen die große Fechtnation Ungarn. Sie haben heute gezeigt, was für ein Potenzial in ihnen steckt und dass eine Medaille möglich ist. Dies gibt Auftrieb für die Kadettenweltmeisterschaften in Salt Lake City", so der Heidenheimer Trainer Philipp Stein.
Am Freitag steigen die Junioren in Porec ins Geschehen ein. Die drei Heidenheimerinnen Viktoria Hilbrig, Giulia Albrecht und Alexandra Zittel werden gegen 90 Fechterinnen an den Start gehen. Am Montag folgt noch der Mannschaftswettbewerb.

 


Jubel bei Team Deutschland

Mini-Marathon um den BW-Bank-Cup und Hellenstein-Cup

 

153 Nachwuchsfechterinnen und Fechter aus ganz Baden-Württemberg kreuzten am Wochenende im Fechtzentrum Heidenheim die Klingen. Beim Mini Marathon um den BW-Bank-Cup überzeugten die Heidenheimer vor allem bei der U11 im Herrendegen, wo der komplette Medaillensatz an den hsb ging: Rainald Kummer sicherte sich Gold, Silber gewann Julian Saur, Eilert Kummer und Julian Schwarz landeten auf dem Bronzerang. Im Damendegen setze sich Maria Herz im Finale gegen Anna Sünderhauf durch und Elisabeth Herz freute sich über die Bronzemedaille. Bei der U13 gewinnt Frederik Zimmermann Silber, Noah Kress wird Dritter. Im Damendegen belegt Annalena Wohlstein als beste hsblerin Platz fünf. Sonntags beim Hellenstein-Cup der U15 gab es noch zusätzlich drei Bronzemedaillen: Maike Behrens und Mariella Tomic im Damendegen und Max Busch im Herrendegen. „Es waren durchweg sehr interessante Gefechte zu erleben! Bei allem sportlichen Ehrgeiz hatten die Kinder und Jugendlichen immer sehr viel Freude an diesen beiden Tagen. Ein großes Lob gebührt auch allen ehrenamtlichen Helfern und Organisatoren, die für einen perfekten und reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gesorgt hatten. Ebenso ein großer Dank an unseren Sponsor, die BW-Bank in Heidenheim!" so Bernd Engelhart, Geschäftsführer der Hellenstein Sportmarketing GmbH.


Kompletter Medaillensatz für den hsb bei der U11

Matthew Bülau und Alexandra Zittel überzeugen
Bei der Kadetten-Europameisterschaft in Porec (Kroatien) konnte Matthew Bülau als bester deutscher Fechter einen sehr guten 45. Platz unter der europäischen Nachwuchselite erreichen. Bülau, der mit seinen 14 Jahren einer der Jüngsten im Startfeld war, konnte mit 4 Siegen und 2 Niederlagen stabil ins Turnier starten. In der 128er Direktausscheidung besiegte er den Türken Emir Akal 15:13. Im 64er Tableau unterlag er später dem Schweizer Sven Vineis 9:15. „Ich bin zufrieden mit Matthews eistung. In der Runde hat er sehr konstant gefochten. Im ersten K.O-Gefecht konnte er einen Rückstand nach der Pause aufholen, weil er gut umstellte, nur zum Schluss machte er es nochmal etwas spannend. Den Schweizer hatte er beim CC-Turnier in Bratislava schon einmal besiegt, aber dieser hatte seine Lehren aus der Niederlage gezogen. Für seine erste Europameisterschaft war das eine tolle Leistung, und als bester Deutscher hier bei der EM wird einer Nominierung zur Weltmeisterschaft nach Salt Lake City auch nichts im Wege stehen", so Trainer Wilhelm Ewert.
Im Damendegen konnte am Sonntag Alexandra Zittel einen hervorragenden 12. Platz erreichen. Sie startete ebenfalls mit 4 Siegen und 2 Niederlagen ins Turnier und setzte sich nach einem Freilos im 64er K.O- Entscheid gegen die Bulgarin Joanna Ermenkova 15:11 durch. Im 32er Tableau gewann sie gegen die Spanierin Elena Robles, bevor sie aber im Einzug ins Finale der Besten 8 gegen die Ungarin Gyongyver Kalman 12:15 verlor. „Alexandra hat heute gut gefochten und ein 12. Platz bei einer EM ist sehr beachtlich. Schade, dass sie das Finale nicht erreicht hat", so Trainer Philipp Stein.
Morgen tritt Matthew mit Michael Trebis asu Mannheim , Keanu Nagel aus Krefeld und Kassian Maier aus Solingen im Team an. Für Alexandra Zittel geht es mit Vereinskollegin Patricia Schulenburg, Katharina Kozielski und Kathrin Meissner aus Tauberbischofsheim am Mittwoch auf die Planche.


Delegationsleiterin Karen Blank freut sich mit Matthew Bülau

European Circuits in Mannheim und Berlin


Dieses Wochenende waren Mannheim im Damendegen und Berlin im Herrendegen die Austragungsorte für die U23 European Circuits, die gleichzeitig als deutsche Ranglistenturniere ausgetragen werden. Im Damendegen waren unter den 144 Teilnehmern die starke Konkurrenz aus der Schweiz, Italien, Frankreich, Kroatien, Litauen, Belgien, Holland und Österreich gemeldet. Mit Viktoria Hilbrig, Sophia Weitbrecht und Lis Fautsch schafften drei Heidenheimerinnen den Sprung in die Top 16, doch keiner konnte das Gefecht um das Finale der Besten 8 für sich entscheiden. Hilbrig verlor gegen die Vorjahressiegerin und Nummer 1 der Europäischen U23-Rangliste Océane Tahé aus Frankreich 7:15. Fautsch musste sich gegen die Schweizerin Noemie Moeschlin 12:15 geschlagen geben und Sophia Weitbrecht verlor gegen die Italienerin Cecilia Varengo 11:15. Das Turnier gewann Marta Ferrari aus Italien, die sich im Finale gegen Beate Christmann aus Tauberbischofsheim durchsetzen konnte.
In Berlin konnte Lucas Fröschl mit Platz 19 überzeugen. Unter 220 Teilnehmer schaffte er eine Bilanz von sechs Siegen und keiner Niederlage in der Vorrunde und setze sich nach einem Freilos im 256er K.O.-Entscheid gegen seinen Klubkameraden Jakob Blum mit 15:12 durch. Im 64er Tableau schlug er Alexander Nobis aus Spandau klar mit 15:8 und musste sich aber nach einem taktischen Gefecht gegen den WM-Bronzemedaillengewinner aus Dänemark Patrick Jörgensen 6:11 geschlagen geben. Tristan Tulen aus Holland konnte sich zum zweiten Mal in Folge den Pokal des „Weissen Bären" sichern, indem er sich gegen Jörgensen im Finale 15:9 durchsetzte.
Viel Zeit zum Ausruhen bleibt den Degenfechtern nicht, denn in zwei Wochen findet der Grand Prix in Budapest statt.


Beim U17 Ranglistenturnier in Schwäbisch Hall für Baden-Württemberg und Bayern konnte der hsb sich im Herrendegen Gold, Silber und Bronze sichern. Unter 35 Teilnehmern gewann Jonas Boorz mit einem knappen 13:12 Sieg im Achtelfinale gegen den an Nummer 1 gesetzten Clubkameraden Benedict Schenkengel. Henri Breker gewann im Viertelfinale gegen seinen hsb-Kollegen Max Eberhardt mit 15:13 und Max Busch konnte sich gegen Ben Szalay aus Ditzingen hauchdünn 15:14 durchsetzen. Im Halbfinale setzte sich anschließend Boorz gegen Breker 15:13 durch und Busch schlug Benjamin Schwitzer aus Heidelberg, Fünfter der deutschen Rangliste, 15:11. Im Heidenheimer Duell um Gold konnte sich Boorz gegen Busch 15:11 durchsetzen.
Beim Damendegen schaffte Mariella Tomic den Sprung aufs Treppchen. Sie gewann im Viertelfinale gegen Sarah Schatton aus Schwenningen deutlich 15:10. Im Halbfinale unterlag sie Josefine Wallner aus Gröbenzell 15:13. Lilly Kleinert schaffte es ins Viertelfinale, musst sich hier aber gegen die Eva Steffens aus Mannheim 8:15 geschlagen geben. In der Mannschaft setzten sich Tomic und Kleinert zusammen mit Franziska Eichhorn und Maike Behrens deutlich mit 45:19 gegen Schwäbisch Hall durch.


Max Busch, Jonas Boorz, Henri Breker, Benedict Schenkengel und Max Eberhardt

Alexandra Zittel weiterhin in Topform
Eine Woche vor den Kadetten- und Junioren Europameisterschaften in Porec (Kroatien), zeigt Alexandra Zittel nochmals ihr Können und belegt den einen ausgezeichneten 13. Platz beim Juniorenweltcup in Dijon (Frankreich).
Extrem stark startete Zittel in den Wettkampf und schaffte eine makellose Vorrunde mit 5 Siegen, was ihr Platz 5 in der Direktausscheidung bescherte. Nach einem Freilos im 128er Tableau konnte die noch bei der U17 startberechtigte Fechterin einen 15:11 Sieg gegen Virgina Romeo aus der Schweiz einfahren. Im 32er Tableau gewann sie ebenfalls sicher gegen die Tschechin Teresa Jasna 15:12. Im Einzug ums Finale stand sie der Italienerin Gaia Traditi gegenüber. Traditi führt derzeit die Juniorenweltrangliste an und dominierte auch von Anfang an das Gefecht. Zittel versuchte anfangs noch dagegen zu halten, doch musste sie sich am Ende 6:15 geschlagen geben. Für Zittel ist es nach dem Weltcup in Laupheim Anfang Oktober das zweite Top 16 Resultat in dieser Saison und konnte sich nun auf Platz 43 der Weltrangliste der Junioren vorarbeiten. Dies hegt natürlich Hoffnungen auf gute Resultate bei der anstehenden Kadetten– und Junioreneuropameisterschaft. „Ich wollte vor der EM nochmal zeigen, dass ich vorne mitmischen kann. Dies gibt mir nun auch Selbstvertrauen" so Zittel.
Platz 7 in der Mannschaft
Mit ihren EM-Begleiterinnen aus Heidenheim, Viktoria Hilbrig und Giulia Albrecht, sowie Lisa-Marie Löhr aus Solingen erreichte Zittel den 7. Platz für Deutschland in der Mannschaft. Nach einem starken Auftreten gegen die Schweiz im Achtelfinale (45:42) scheiterten sie im Viertelfinale mit 27:45 an Italien. In den Platzierungsgefechten folgte eine knappe Niederlage gegen Frankreich und ein Sieg gegen die Tschechische Republik.

 


Für Deutschland im Einsatz: Alexandra Zittel, Viktoria Hilbrig, Giulia Albrecht und Lisa MArie Löhr aus Solingen.