Top 64 Riedmüller und Fautsch

Vanessa Riedmüller und Lis Fautsch erreichen beim Grand Prix in Budapest die Top 64

Riedmüller und Fautsch in den Top 64.
Fast 600 Fechter starteten am Wochenende beim Degen Grand Prix in Budapest und unter ihnen acht hsbler: Niklas Multerer und Stephan Rein im Herrendegen, sowie Anna Hornischer, Anna Jonas, Vanessa Riedmüller, Nadine Stahlberg, Sophia Weitbrecht und Lis Fautsch im Damendegen. Allerdings mussten die Fechter dieses Mal auf die gute Stimmung in der Ludovika Halle verzichten, da wegen des Corona-Virus keine Zuschauer erlaubt waren. Im Herrendegen schaffte Niklas Multerer drei Siege gegenüber drei Niederlagen in der Vorrunde, musste sich im K.O.-Entscheid aber äußerst knapp gegen den Hong Kong Chinesen Ng Ho 13:15 geschlagen geben. Stephan Rein erwischte einen besseren Start in der Vorrunde, konnte fünf Siege gegenüber einer Niederlage verbuchen. Nach einem Freilos verlor er aber sein Gefecht gegen den Österreicher Josef Mahringer 14:15 und belegte Platz 99 unter 301 Fechter.
Im Damendegen konnte Lis Fautsch wie beim Weltcup in Barcelona vor zwei Wochen sicher in der Vorrunde auftreten und qualifizierte sich mit Platz 14 direkt für den zweiten Hauptwettkampftag. Anna Hornischer musste verletzungsbedingt nach der Vorrunde aufgeben, Sophia Weitbrecht verlor das erste K.O. gegen die Schweizerin Fiona Hatz 13:15. Nadine Stahlberg, Anna Jonas, und Vanessa Riedmüller schafften alle vier Siege in der Vorrunde. Jonas konnte sich nach einem Freilos 15:14 gegen die Ukrainerin Anna Derkach durchsetzen, verlor aber im Gefecht um den zweiten Wettkampftag 6:15 gegen die Rumänin Greta Veres, die es bis auf Platz 8 im weiteren Turnierverlauf schaffte. Stahlberg setzte sich in ihrem ersten Gefecht gegen die Rumänin Claudia Naboiu 15:14 durch, verlor aber anschließend gegen die Amerikanerin Isis Washington unglücklich 14:15. So lagen die Hoffnungen noch auf Vanessa Riedmüller und die wusste an dem Tag vollends zu überzeugen: Nach einem Freilos schaffte sie einen 15:12 Sieg gegen Hyojoo Choi aus Korea, und auch die Italienerin Eleonora De Marchi besiegte sie mit 15:9 souverän. Am zweiten Wettkampftag bekam sie es mit der Nummer 12 der Welt, Violetta Kolobova aus Russland zu tun. Am Anfang konnte Riedmüller noch mithalten, doch im zweiten Drittel setzte sich Kolobova ab und gewann mit 15:11. „Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ich den Sprung in die Top 64 endlich mal wieder geschafft habe. Der erste Wettkampftag hat richtig Spaß gemacht und es war auch spannend, mal gegen die Weltklassefechterin Kolobova zu fechten." so eine zufriedene Vanessa Riedmüller, die im Endklassement Platz 57 unter 270 Startern erreichte. Lis Fautsch musste im 64er K.O.-Entscheid gegen die Nummer 25 der Welt, Alberta Santuccio aus Italien antreten. Nach Passivitätsgelb und einem Rückstand von 4:5, bekam Fautsch einen Treffer nach Protest der Italienerin nicht anerkannt und Passivitätsrot, weil der Treffer nicht innerhalb einer Minute erfolgte. Fautsch erhob Einspruch, weil die Obfrau zuerst den Treffer als gültig bewertet hatte und nicht das Gefecht aufgrund von Passivität unterbrochen hatte. Nach langwieriger Diskussion entschied das technische Direktorium für die Italienerin und Fautsch geriet unter Zugzwang. Santuccio nutzte diese Situation für sich aus und konnte mit ihren Kontern das Gefecht klar mit 15:7 für sich entscheiden. Fautsch belegte schließlich Platz 44 im Endklassement. „Ich erreiche derzeit eine gute Konstanz in der Vorrunde, aber es ärgert mich sehr, dass ich den Sprung ganz nach vorne diese Saison noch nicht geschafft habe. Die Diskussion um die Gültigkeit des einen Treffers hat mich aus meinem Rhythmus gebracht, und ich habe danach das Gefecht leichtfertig aus der Hand gegeben", resümierte Fautsch. In zwei Wochen wird das Herrendegenteam am Weltcup in Buenos Aires teilnehmen. Für Damendegen war der Weltcup am 20. März vom chinesischen Chengdu nach Tashkent in Usbekistan verlegt worden, dies wurde aber am Freitag abgesagt. Derzeit sucht der internationale Fechtverband nach einem alternativen Austragungsort.


Deutschlandpokal

 

Unser Herrendegenteam siegt gegen den TSV Mannheim 45:33
und steht nun in der 4. Runde des Deutschlandpokals.


Siegreiche Mannschaft gegen den TSV Mannheim: Jakob Blum, Florian Maunz und Tim Drescher

Junioren-EM in Porec


Alexandra Zittel wird 11. bei der Junioren EM Foto: BizziTeam

Volles Programm für Alexandra Zittel: Nach dem 12. Platz im Einzel bei den Kadetten letzten Samstag und Platz 4 in der Mannschaft am Mittwoch startete sie heute bei der Junioren-EM im Einzel mit Giulia Albrecht, Viktoria Hilbrig und Lisa-Marie Löhr (Solingen). Doch von Müdigkeit keine Spur: Mit 5 Siegen und einer Niederlage ging sie als Nummer sechs gesetzt in die Direktausscheidung. Im 64er Tableau schaffte sie einen souveränen Sieg gegen die Spanierin Alicia Torrego. Im 32er Tableau stand sie der Schweizerin Anne Clemenc Piveteau gegenüber. Zittel ging in einem schnellen Gefecht mit 8:4 in Führung, doch die Schweizerin kämpfte sich nochmal auf 8:7 heran. Nach der Pause fand Zittel ihren Rhythmus aber wieder und gewann das Gefecht mit 15:13. Im Achtelfinale stand sie der Ungarin Emma Borsody, Nummer 18 der Juniorenweltrangliste, gegenüber. Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel geriet Zittel im zweiten Drittel mit 5:8 in Rückstand, konnte aber nochmals auf 10:10 ausgleichen. Doch nun drehte die Ungarin nochmals auf, setzte drei Treffer in Folge und schloss das Gefecht mit zwei Doppeltreffer 15:13 ab. Zittel erreicht damit einen sehr guten elften Platz in der Gesamtwertung und kann sich zum wiederholten Mal über die beste deutsche Platzierung auch bei diesem Wettkampf freuen.



Platz 4 bei Kadetten-EM

Zittel und Schulenburg schrammen nur knapp an Medaille vorbei


Es war ein emotionaler Tag bei der Kadetten-EM in Porec (Kroatien) für das Damendegenteam rund um den Verbandskadertrainer der U17, Philipp Stein. Schon nach dem Einzel kündigte sich an, dass Alexandra Zittel, Patricia Schulenburg zusammen mit Katrin Meißner und Katharina Kozielski motiviert waren, sich eine Medaille zu erkämpfen. Während der Saison hatte es das Team bei den European Circuits zweimal ins Viertelfinale geschafft, einmal in Grenoble sogar Silber geholt. Nach anfänglicher Nervosität konnte man im Achtelfinale Griechenland souverän mit 45:33 schlagen und im Viertelfinale wartete das Team aus Ungarn. Im 4. Gefecht konnte Zittel eine Drei-Treffer Führung erkämpfen, welche Kozielski sogar auf sieben Treffer ausbaute. Es wurde aber nochmal spannend: Im letzten Gefecht tat sich Meißner gegen Rita Szarvas schwer, die Ungarin setzte alles daran, ihrer Mannschaft noch Medaillenchancen zu bewahren, doch Meißner zeigte Nervenstärke und setzte den entscheidenden 45:44 Treffer zum Sieg. Im Halbfinale stand man der Mannschaft aus Israel gegenüber. Nach einem guten Start folgten vier Gefechte, in welchen die Israelis taktisch besser agierten und sich einen komfortablen Vorsprung von neun Treffern heraus fochten. Die deutsche Mannschaft geriet unter Zugzwang, konnte das Gefecht nicht mehr drehen und das Team verlor 32:45. Im Kampf um Bronze standen die jungen Fechterinnen Russland gegenüber. Nach einem 8 Treffer Rückstand schaffte es Zittel, die Mannschaft nochmals auf einen 27:30 Stand heran zu bringen, doch die Russinnen wurden nicht nervös und konnten das Gefecht mit 45:36 für sich entscheiden. Deutschland belegt somit im Endklassement den ausgezeichneten 4. Platz.
„Es war ein sehr emotionaler Tag für uns. Ich bin stolz auf meine Fechterinnen, vor allem auf das Gefecht gegen die große Fechtnation Ungarn. Sie haben heute gezeigt, was für ein Potenzial in ihnen steckt und dass eine Medaille möglich ist. Dies gibt Auftrieb für die Kadettenweltmeisterschaften in Salt Lake City", so der Heidenheimer Trainer Philipp Stein.
Am Freitag steigen die Junioren in Porec ins Geschehen ein. Die drei Heidenheimerinnen Viktoria Hilbrig, Giulia Albrecht und Alexandra Zittel werden gegen 90 Fechterinnen an den Start gehen. Am Montag folgt noch der Mannschaftswettbewerb.

 


Mini-Marathon um den BW-Bank-Cup und Hellenstein-Cup

 

153 Nachwuchsfechterinnen und Fechter aus ganz Baden-Württemberg kreuzten am Wochenende im Fechtzentrum Heidenheim die Klingen. Beim Mini Marathon um den BW-Bank-Cup überzeugten die Heidenheimer vor allem bei der U11 im Herrendegen, wo der komplette Medaillensatz an den hsb ging: Rainald Kummer sicherte sich Gold, Silber gewann Julian Saur, Eilert Kummer und Julian Schwarz landeten auf dem Bronzerang. Im Damendegen setze sich Maria Herz im Finale gegen Anna Sünderhauf durch und Elisabeth Herz freute sich über die Bronzemedaille. Bei der U13 gewinnt Frederik Zimmermann Silber, Noah Kress wird Dritter. Im Damendegen belegt Annalena Wohlstein als beste hsblerin Platz fünf. Sonntags beim Hellenstein-Cup der U15 gab es noch zusätzlich drei Bronzemedaillen: Maike Behrens und Mariella Tomic im Damendegen und Max Busch im Herrendegen. „Es waren durchweg sehr interessante Gefechte zu erleben! Bei allem sportlichen Ehrgeiz hatten die Kinder und Jugendlichen immer sehr viel Freude an diesen beiden Tagen. Ein großes Lob gebührt auch allen ehrenamtlichen Helfern und Organisatoren, die für einen perfekten und reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gesorgt hatten. Ebenso ein großer Dank an unseren Sponsor, die BW-Bank in Heidenheim!" so Bernd Engelhart, Geschäftsführer der Hellenstein Sportmarketing GmbH.


Kompletter Medaillensatz für den hsb bei der U11