Fautsch 64. in Havanna

Anna Hornischer und Lis Fautsch vor dem Hotel National de Cuba

Während die Elite der Herrendegenfechter in Heidenheim weilte, war Damendegen am Wochenende in Havanna, Kuba im Einsatz. Beim Weltcup waren 155 Fechterinnen gemeldet, darunter auch die hsbler Anna Hornischer und die Luxemburgerin Lis Rottler-Fautsch. Die Rahmenbedingungen des Turniers in Havanna sind für die Fechterinnen auch nicht die einfachsten: Bei 28 Grad und ohne gut funktionierende Sanitäranlagen, sowie lange Wartezeiten wegen ausfallendem Computer und Videosystem fällt es einem schwer während des Wettkampfs konzentriert zu bleiben. Anna Hornischer konnte in der Runde 3 Siege und 3 Niederlagen aufweisen und startete als 67. in die Direktausscheidung. Im 128er K.O. stand sie der Italienerin Alice Clerici gegenüber. Nach einem ausgeglichenem ersten Drittel geriet Hornischer im zweiten Drittel in Rückstand und konnte auch im letzten Drittel das Gefecht nicht mehr drehen und musste eine 15:12 Niederlage hinnehmen. Im Endklassement belegte sie Platz 100. „In der Runde fehlte mir die nötige Konzentration, hier hätte ich noch mehr Siege einfahren müssen. In der Direktausscheidung gegen Clerici habe ich am Anfang gut gefochten, aber als sie im zweiten Drittel umgestellt hat, kam ich nicht mehr hinterher." So eineleicht enttäsuchte Hornischer. Lis Rottler-Fautsch fand nur schwer ins Turnier: In der Runde konnte sie nur einen einzigen Sieg vorzeigen. Allerdings hatte sie das Glück, dass viele Fechterinnen keinen Sieg erlangten und wegen ihres guten Indexes den letzten Platz für den Aufstieg in die Direktausscheidung ergattern. Im 128er Tableau traf sie auf eine alte Bekannte: Alexandra Ehler aus Leverkusen, ehemalige hsblerin. Rottler-Fautsch konnte sich einen Vorsprung von einem Treffer herausarbeiten und diese auch bis zu 3 Sekunden vor Schluss behalten, bevor Ehler den Ausgleichstreffer schaffte und es zum Sudden Death kam, den Rottler-Fautsch aber für sich entscheiden konnte. Im Gefecht um die Qualifikation für die Runde der Besten 64 stand Fautsch der Italienerin Beatrice Cagnin gegenüber. In den ersten 3 Minuten ging die Italienerin mit 3:4 in Führung, Fautsch kam im zweiten Drittel aber wieder auf 7:7 ran und konnte im letzten Drittel einen souveränen Sieg mit 15:8 einführen. Wegen der schlechten Vorrunde war klar, dass Rottler-Fautsch am zweiten Tag es direkt mit der Nummer 1 der Welt, amtierende Weltmeisterin Mara Navarria aus Italien aufnehmen muss. Doch Rottler-Fautsch ging optimistisch ins Gefecht, hatte sie die Italienerin bei der Europameisterschaft 2017 in Tiflis besiegt. Allerdings präsentierte sich Navarria von Anfang an sehr stark und Fautsch geriet im ersten Drittel sehr schnell mit 4 Treffern in Rückstand. Durch Anweisungen von Trainer Hans-Jürgen Hauch konnte sie im zweiten Drittel einige Treffen aufholen, war mit 8:10 kurzzeitig wieder im Rennen, doch Navarria liess sich nicht aus der Ruhe bringen und gewann das Gefecht 15:11. „ Nachdem ich schon mit einem Vorrundenaus gerechnet hatte, bin ich sehr zufrieden mit meinem 64. Platz. Ich konnte mich während des Turnier gut steigern, habe gute Aktionen gezeigt. Einen Sieg gegen Navarria wäre natürlich die Sensation gewesen, aber dafür habe ich am Anfang des Gefechtes zu viele Fehler gemacht. Das darf man sich gegen die Nummer 1 der Welt nicht erlauben." so Rottler-Fautsch. Viel Zeit zum Regenerien bleibt den zwei hsbler nicht, denn am 23. Januar sitzen sie wieder im Flugzeug auf dem Weg zum Grand Prix nach Doha,Katar.


Heidenheimer Fechtertage: Tag 4 Coupe D'Europe

Presseartikel von  Patrick Vetter 14.01.2019

Am letzten Tag der Fechtertage maßen sich europäische Vereine. Für den HSB gingen zwei 17-Jährige an den Start, die Heidenheimer flogen aber in der ersten Runde raus.

Für die Heidenheimer Degenfechter war beim Coupe d'Europe, dem Europapokal der Vereinsmannschaften, schon in der ersten Runde Schluss. Die HSBler unterlagen dem SV?Scaramouche aus Arnheim aus den Niederlanden deutlich mit 34:45 Treffern.

Das sei aber nicht besonders schlimm. „Ich hatte ein Team mit zwei Weltklassefechtern, aber auch zwei sehr jungen Sportlern. Die beiden sollten vor allem Erfahrungen bei einem internationalen Turnier sammeln", erklärt Thomas Zimmermann, der den HSB-Fechtern am letzten Tag der Heidenheimer Fechtertage als Trainer beistand. Seine Mannschaft bestand aus den weltcuperfahrenen Sportlern Stephan Rein und Niklas Multerer sowie aus den beiden 17-jährigen Nachwuchsfechtern Jakob Blum und Henri Zimmermann.
Ein Loch nach Rein und Multerer

Trainer Thomas Zimmermann setzt für die Zukunft seine Hoffnungen auf die beiden jungen Fechter und den weiteren Nachwuchs der HSB-Fechtabteilung. Denn Rein und Multerer sind mittlerweile beide 30 Jahre alt und damit in einem Alter, in dem viele Fechter ihre leistungssportliche Karriere aufgeben. Momentan sind sie aber die einzigen beiden männlichen Degenfechter aus Heidenheim, die international erfolgreich kämpfen. Hören sie auf, müssen erstmal neue nachkommen.

„Es gibt da ein Loch nach den beiden. Die nächsten Fechter sind viel jünger. Aus der Jugend kommen aber gute Leute nach", ist sich Zimmermann sicher. Allerdings werde es noch einige Jahre dauern, bis wieder Heidenheimer an der Weltspitze fechten. Dass nach Rein und Multerer lange keine erfolgreichen Fechter kämen, liege daran, dass gute jüngere Sportler entweder den Verein gewechselt oder neben Studium und Beruf keine Zeit mehr für das Degenfechten hätten.

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Rein und Multerer selbst trainieren mittlerweile beide in Tauberbischofsheim. Multerer lebt dort auch, während Rein weiter in Heidenheim wohnt. Beide blieben der Heidenheimer Fechtabteilung treu und fechten bis heute für den HSB. Zunächst plant Zimmermann auch noch mit ihnen: „Das nächste Ziel für die beiden ist erstmal Olympia. Weiter denken wir noch nicht wirklich voraus."

Dass es in den nächsten Jahren möglicherweise keine Heidenheimer Fechter auf die vorderen Plätze des Weltcups schaffen, ändere nichts daran, dass die Fechtertage in Heidenheim stattfinden. „Das hat alles mit der guten Organisation zu tun. Dafür sind wir mittlerweile bekannt", sagt Thomas Zimmermann. Auch dieses Jahr sei wieder alles nach Plan gelaufen. „Wir hatten riesige Teilnehmerfelder. Trotzdem wurde der Zeitplan fast immer eingehalten", resümiert er. Nur ein paar Minuten habe sich der Nationenweltcup am Samstag verzögert.

Auch sportlich gesehen war der Leiter des Heidenheimer Fechtzentrums zufrieden: „Es gab super spannende Kämpfe. Rein hat ein phantastisches Ergebnis erzielt, das noch schöner war, weil er hier in Heidenheim gefochten hat. Auch die Nationalmannschaft hat sich gut geschlagen."
Niederländer schlagen den HSB

Für das schnelle Ausscheiden am letzten Tag beim Europacup seien die anstrengenden Tage davor mitverantwortlich. Nachdem Multerer zu Beginn gegen die Niederländer eine Führung herausfocht, lagen die Heidenheimer schnell wieder hinten. Für Blum wurde Henri Zimmermann eingewechselt, die Führung der Niederländer baute sich aber weiter aus.

Auch Rein holte zunächst keine Treffer auf: „Stephan war erst bei seinem dritten Gefecht wirklich wach", erklärt Zimmermann. Er verkürzte den Rückstand von 18:35 auf 30:39. Die Niederländer gewannen dann aber mit 45:34.

Im Finale des Europacups, dem letzten Gefecht der Heidenheimer Fechtertage, standen sich schließlich Budapest Honved und die italienische Mannschaft Sala D'Armi Cariplo Piccolo Teatro aus Mailand gegenüber. Beide Teams landeten in allen Runden wenige Treffer. Zweimal kam die neue Passivitätsregel zum Tragen. Nach einer Verwarnung gab es Strafpunkte für beide Teams. Mit einem Stand von 22:22 ging es in die letzte zehnte Runde. Die Fechter aus Budapest gewannen mit 28:26.


HSB Mannschaft Coupe d'Europe. Foto: Maximilian Rist

Heidenheimer Fechtertage Tag 3  Voith Cup

Presseartikel Thomas Jentscher 14.01.2019
Die deutsche Herrendegen-Nationalmannschaft schlägt sich gut, kommt aber nicht über Rang zehn hinaus. Der Sieg geht nach Russland.

Ein hochklassiges Turnier mit vielen spannenden Duellen lieferten sich am Samstag die 37?Nationalmannschaften beim Voith-Cup vor etwa 500 Zuschauern im Congress-Centrum. Die deutsche Nationalmannschaft mit dem HSBler Stephan Rein verlor mal wieder in der zweiten Runde, zeigte insgesamt aber eine gute Leistung und landete auf Rang zehn. Platz eins holte sich Russland durch einen ungefährdeten 35:30-Sieg über Ungarn.

Den ganzen Tag über gab es immer wieder Hochspannung durch das attraktive Stafettenfechten. Beispielsweise im Halbfinale, in dem der Italiener Marco Fichera im letzten Gefecht acht Treffer zurücklag, innerhalb weniger Sekunden aber mit bedingungsloser Offensive auf einen heran kam. Der Ausgleich lag in der Luft, mit einem Doppeltreffer rettete Pavel Shukov aber Russland den Einzug ins Finale, das dann ja klar gewonnen wurde. Wie hart es zur Sache ging, mussten starke Nationen wie China (12.) oder Frankreich (13.) erleben.

In der deutschen Auswahl kamen neben dem Heidenheimer Lukas Bellmann und Marco Brinkmann von Bayer Leverkusen sowie Richard Schmidt vom FC Offenbach zum Einsatz. Das Team von Bundestrainer Mario Böttcher startete mit einem etwas mühsamen 45:40 gegen Hongkong. Der am Vortag im Heidenheimer Pokal so starke Rein wirkte etwas müde, verlor zwei seiner drei Gefechte und wurde im folgenden Achtelfinale gegen Italien durch Brinkmann ersetzt.

Der zeigte über den ganzen Tag eine prima Leistung, machte auch gegen die Azzuris im fünften Gefecht aus sechs Treffern Rückstand einen Vorsprung. Doch die starken Italiener ließen sich nicht verunsichern, drehten den Spieß sofort wieder um. Die letzten drei Gefechte verloren die Deutschen klar und mussten durch das 36:45 in die Platzierungskämpfe.
Sieg gegen den Olympiasieger

Hier wartete völlig überraschend das – etwas ersatzgeschwächte – Team aus Frankreich, das zuvor gegen Israel verloren hatte. Gegen den Olympiasieger drohte die nächste Niederlage, doch die Deutschen zeigten eine engagierte Leistung, blieben immer dran. Im letzten Gefecht übernahm Brinkmann gegen den Weltranglistenneunten Alex Fava, geriet knapp in Rückstand, setzte dann aber unwiderstehlich die Treffer zum umjubelten 45:40-Sieg.

Danach traf man auf die ebenfalls starken Kasachen. Nach vier Gefechten lagen Deutschland mit vier Treffern zurück, nach sieben immer noch mit einem. Bellmann und erneut Brinkmann sorgten dann aber für einen 45:42-Erfolg. So ging es gegen Japan um Rang neun. Der Gastgeber der nächsten Olympischen Spiele rüstet weiter auf und war bei den Fechtertagen erneut stark vertreten. Die Asiaten sahen beim 40:32 nach acht Gefechten schon wie der sichere Sieger aus, aber Brinkmann versuchte nochmals alles, kam gegen Masaru Yamada sogar auf einen Treffer heran, musste sich am Ende jedoch 42:45 geschlagen geben.

Böttcher war dann auch hin und her gerissen. „Nach der Niederlage gegen Italien haben wir richtig gut gefochten, aber es ärgert uns, wieder nicht ins Viertelfinale gekommen zu sein", so der Bundestrainer.

Ab April wird's ernst, dann zählen die Ergebnisse im Nationen-Cup für die Olympia-Qualifikation. Die ersten vier kommen sicher nach Tokio, als Fünfter und Sechster hat man noch Chancen – Deutschland rangiert derzeit auf Rang 13. „Bei den derzeitigen Turnieren geht es darum, wie man gesetzt wird. Wir müssten jetzt mal einen Sprung nach vorn machen, die Jungs haben ja gezeigt, dass sie dazu in der Lage sind", erklärt Böttcher, der auch beim nächsten Nationen-Cup in Vancouver auf das Quartett vom Samstag setzen wird. Natürlich haben bis 2020 aber weitere Fechter, wie der HSBler Niklas Multerer, die Möglichkeit, sich ins Nationalteam zu kämpfen.


Die Deutsche Mannschaft beim Nationenbewerb. Foto: FIE Bizzi Team

Heidenheimer Fechtertage Einzel

Bericht Deutscher Fechterbund

Der Heidenheimer Pokal ist eine Institution des Fechtsports. Der deutsche Herrendegen-Weltcup wurde bereits zum 66. Mal ausgetragen und kann auf eine lange Tradition zurückblicken, die der Veranstaltung auch anzumerken ist. Viele Helfer aus dem Heidenheimer SB stehen jedes Jahr bereit, um den Verein bei der Ausrichtung zu unterstützen. Da gibt es dann diejenigen, die für den Kampfrichterraum Kuchen backen und Kaffee kochen oder die jungen Nachwuchsfechter, die als „Fecht-Erklärbären" in der Halle umherlaufen, um Fechtlaien die Zweikampfsportart näher zu bringen. Diese Nachwuchsfechter sind aber auch für das Anfeuern der deutschen Fechter verantwortlich. „Klar, freue ich mich über die Unterstützung", sagt Lokalmatador Stephan Rein. „Meinen Vater höre ich aus allen Stimmen immer heraus." Rein lacht. „Aber ich kenne auch jeden Besucher, der in die Halle kommt." Seit 13 Jahren nimmt Rein selbst beim Weltcup in Heidenheim teil. Davor hat er als junger Fechter mitgeholfen.

Auch für Bundestrainer Mario Böttcher ist der Heidenheimer Weltcup etwas Besonderes, wenn auch nicht wirklich entspannt. „Für mich ist ein Heim-Weltcup immer Stress, den ich aber auch genießen kann und somit auch gerne im Kauf nehme." Viele deutsche Fechter, die sonst keine Chance haben sich international auszuprobieren, haben hier eine kurze Anreise und können so Weltcup-Luft schnuppern und die einmalige Atmosphäre genießen. Aus Sicht von Böttcher ein gewaltiger Mehrwert.

Mit Platz 13 sicherte sich Stephan Rein aus deutscher Sicht die beste Platzierung bei diesem Weltcup. „Der Franzose Alexandre Bardenet war schneller als erwartet, damit kam Stephan nicht zurecht und hat es dem Gegner dann zu leicht gemacht", sagte Bundestrainer Mario Böttcher. Vor seiner Niederlage im Achtelfinale schlug Rein Enrico Garozzo (15:9), der bei den Olympischen Spielen in Rio mit der italienischen Mannschaft Silber holte. Als nächstes besiegte Rein den Vorjahressieger des „Heidenheimer Pokals", Kazuyasu Minobe aus Japan, ebenfalls deutlich mit 15:9. „Stephan kann mit seiner Leistung an beiden Wettkampftagen sehr zufrieden sein. Ihm hat ein Treffer gefehlt, um direkt für die 64er Direktausscheidung gesetzt zu sein. Er hat sich das Ergebnis hart erarbeitet", sagte Böttcher.


Starkes Auftreten vom hsbler Stephan Rein

Greta Neubauer schafft Turnierreifeprüfung.

 

 


Lea Mayer meldet sich zurück

 

 


Mayer und Hilbrig in Burgos

 

Beim Junioren Weltcup im spanischen Burgos erreicht die 18-Jährige als beste deutsche Fechterin Platz 14. Viktoria Hilbrig überzeugt ebenfalls mit Platz 24 unter 202 Starterinnen.
Dabei startete Mayer alles andere als sicher ins Turnier: Ihre ersten zwei Gefechte in der Vorrunde musste sie abgeben, schaffte es dann aber noch 4 deutliche Siege zu erzielen, was ihr ein Freilos im 256er K.O. bescherte. In der 128er Direktausscheidung stand sie der Schweizerin Solene Masserey gegenüber und gewinnt 15:13. Auch gegen die Italienerin Francesca Bertoglio (14:10) und die Schweizerin Julia Izzo (15:9) konnte sich Mayer problemlos behaupten. Im Achtelfinale stand ihr die Italienerin Allessandra Bozza, Nummer 3 der Juniorenweltrangliste gegenüber. Nach einer 6:4 Führung schaffte die Italienerin aber zu kontern und in Führung zu gehen und Mayer musste sich 10:15 geschlagen geben. „Ich habe etwas holprig angefangen, selbst das Gefecht gegen die Schweizerin Masserey in der Direktausscheidung war noch mit Höhen und Tiefen verbunden. Danach wurden meine Gefechte aber sehr souverän und ich fühlte mich sicherer auf der Bahn. Gegen Bozza ärgere ich mich, dass ich die Führung abgegeben habe, aber ich bin trotzdem zufrieden mit meinem Resultat" so Lea Mayer. Viktoria Hilbrig startete auch mit 4 Siegen und 2 Niederlagen ins Turnier und konnte in der 128er Direktausscheidung 15:13 gegen die Schweizerin Audrey Bouillant gewinnen. Auch die Polin Alicija Klasik schlägt sie im 64er Tableau 15:13. Im Einzug ins Viertelfinale kam es gegen die Italienerin Carola Maccagno zu einem spannenden Gefecht: „Es war immer ein auf und ab. Mal hat sie geführt, mal ich. 10 Sekunden vor Schluss habe ich noch mit einem Treffer geführt, aber die Italienierin konnte wieder den Ausgleichstreffer setzen, sodass es zu Sudden Death kam. Hier war ich etwas zu gierig, habe zu früh angegriffen, obwohl ich Vorteil hatte. Das war ein taktischer Fehler von mir, und musste eine 13:12 Niederlage akzeptieren. Trotzdem freue ich mich über das gute Resultat und beim nächsten Weltcup in Udine will ich noch mehr erreichen" so eine ehrgeizige Hilbrig.
Mit diesen beiden guten Resultaten und dem 16. Platz von Alexandra Zittel beim Weltcup in Luxemburg vor 2 Wochen, sind jetzt 3 Heidenheimerinnen vorne auf der Nominierungsrangliste für die Weltmeisterschaften der Junioren in Foggia (ITA) Ende März.

Weitere Platzierungen des hsb:
167. Vanessa Heinz
179. Pauline Loh
182. Franziska Mayr
183. Carolin Teuber


Herrendegenteam mit Rainer Schünke

18.12. Rainer Schünke schrammt an WM-Medaille vorbei.
Platz 4 im Herrendegenteam


Bei der 47. Ausgabe der Militär-Weltmeisterschaften in Nancy(FRA) konnte sich Rainer Schünke den 4. Platz mit seinem Team um Rico Braun und Alexander Kahl (beide Tauberbischofsheim) erkämpfen. Beachtlich war vor allem der Sieg gegen die russische Delegation im Viertelfinale mit 43:42. Im Halbfinale musste sich die deutsche Mannschaft aber gegen Polen 43:35 geschlagen geben und auch den Kampf um Bronze verloren sie gegen Lokalmatador Frankreich 45:34.
Im Einzel erreichte Hauptmann Schünke einen guten 12. Platz. Im stark besetzten Feld erfocht er 3 Siege und 3 Niederlagen in der Vorrunde und konnte anschließend gegen den Franzosen Kryss Lambert in einem taktisch gut geführten Gefecht 15:10 gewinnen. Im Gefecht um den Einzug ins Finale musste er sich aber gegen Igor Reizlin aus der Ukraine, Nummer 74 der Welt, mit 15:7 geschlagen geben. „Es hat mir großen Spaß gemacht gegen die Weltelite hier zu fechten. Gegen den Franzosen zu gewinnen war mein Ziel und Reizlin war dann einfach eine Nummer zu groß für mich", so Schünke.
Nachdem Nadine Stahlberg verletzungsbedingt nicht an den Start ging, war Lis Rottler-Fautsch, Sportsoldatin bei der luxemburgischen Armee, die einzige Vertreterin des hsbs im Damendegen. Nach 3 Siegen und 3 Niederlagen in der Vorrunde, hatte sie kein Losglück und musste gegen die Nummer 56 der Welt, Magdalena Piekarska aus Polen fechten. Nach 2 ausgeglichenen Dritteln ging Piekarska in den letzten 30 Sekunden 3 Treffer in Führung. Rottler-Fautsch gelang es noch auf 13-13 in letzter Sekunde auszugleichen, musste aber dann im Sudden Death eine Niederlage hinnehmen und erreichte Platz 18 im Schlussklassement „Fechterisch konnte ich gute Aktionen zeigen. Unzufrieden bin ich nur mit der Platzierung, da wäre heute mehr drin gewesen." so Rottler-Fautsch.


Zittel und Albrecht

Guilia Albrecht gewinnt Windmühlenmesser-Cup von Solingen.

Alexandra Zittel auf Platz 2.


Beim A-Jugend Ranglistenturnier dieses Wochenende in Solingen konnte Guilia Albrecht sich unter 126 Konkurrentinnen die Goldmedaille sichern. Nach 9 Siegen und 2 Niederlagen, schaffte sie es mit souveränen Siegen bis ins Achtelfinale, welches sie gegen Marah Mendel aus Leipzig 15:7 gewann. Das Viertelfinale dominierte sie gegen Jara-Sophie Petersen von der SV Einheit Altenburg mit 15:7. Im Halbfinale kam es dann zum Württembergischen Duell gegen Kristine Greul aus Ditzingen, Nummer 2 der deutschen Rangliste. Die 15-Jährige konnte sich aber klar mit 15:7 durchsetzen. Alexandra Zittel startete ihrerseits mit 9 Siegen und 2 Niederlagen ins Turnier und qualifizierte sich auch souverän für das Achtelfinale, wo sie gegen die Solingerin Rabea Kindel 15:12 gewann. Im Viertelfinale stand die 14-Jährige Katrin Meisner vom FC Kassel gegenüber und gewinnt 15:7. Im Halbfinale wurde es dann spannender: Mit 15:14 behielt Zittel gegen Katharina Kozielski aus Tauberbischofsheim knapp die Oberhand. Im reinem Heidenheimer Finale zwischen Albrecht und Zittel konnte Albrecht sich mit 15:10 durchsetzen. Mit dem Sieg konnte Albrecht sich nun auf Platz 5 der deutschen Rangliste vorarbeiten, sodass eine Qualifikation für die Europameisterschaften und Weltmeisterschaften noch möglich sind. Entscheidend hierfür wird noch das European Cadet Circuit Turnier in Bratislava am 11. Januar sein. „Insgesamt sieht man, dass eine größere Masse an deutschen Talenten nachkommt. Es freut mich zu sehen, dass die Gefechte schon im 16er Tableau an Qualität zugenommen haben. Dies macht Mut, auch international wieder den Anschluss mit einer neuen Generation zu finden.", so Verbandskader Nachwuchstrainer Philipp Stein.

Weitere Platzierungen:
12. Anna Karsten
19. Alla Zittel
38. Carolina Alves de Lima
69. Mariella Tomic
122. Jenny Jelitto


10.12. Zittel mit Platz 16 in Luxemburg

 

143 Fechterinnen, darunter 6 Heidenheimerinnen, waren am Wochenende beim Junioren Weltcup in Luxemburg gemeldet. Und es war die jüngste der Sechs, die ein unschlagbares Ergebnis mit nach Hause brachte: Die 14 Jährige Alexandra Zittel, eigentlich noch bei den Kadetten startberechtigt, schaffte als einzige Deutsche den Einzug ins Achtelfinale. Mit 3 Siegen und 3 Niederlagen startete Zittel ins Turnier und gewann in der 128er Direktausscheidung gegen die Norvergerin Katharina Malvik klar mit 15:6. Im 64er K.O. stand Sie der an Nummer 2 gesetzten Amerikanerin Claire Bedingfield gegenüber. Zittel zeigte von Anfang an, durch technische gute Aktionen dass sie bei den Junioren mithalten kann und führte nach dem ersten Drittel schon klar mit 6:1 und konnte dann auch das Gefecht mit 15:8 für sich entscheiden. Also nächstes stand Zittel der Russin Sofya Maslennikova. Auch hier überzeugte das junge Talent vor allem mit Nervenstärke, schaffte sie es bei 14:14 nach einer langen technischen Pause der Russin den entscheidenden Treffer zu setzen. Im Gefecht ums Finale musste sie sich aber dann gegen die Nummer 4 der Juniorenweltrangliste Marina Kesaeva aus Russland mit 15:8 geschlagen geben. „Ich war überhaupt schon froh, international bei den Junioren starten zu dürfen. Als ich mein Ziel die Vorrunde zu überstehen erreicht hatte, konnte ich ganz locker fechten. Das hat mich heute sehr weit gebracht" so eine glückliche Alexandra Zittel, neue Nummer 1 der deutschen Juniorenrangliste. Mit Viktoria Hilbrig und Vanessa Heinz schafften es zwei Heidenheimer noch unter die Besten 64. Hilbrig verlor gegen die Israelin Nikol Gavrielko 15:8, Heinz gegen Manana Saumova aus Russland 15:9. Carolin Teuber erreichte Platz 80 und die zwei Favoritinnen Lea Mayer und Franziska Mayr mussten schon die Segel in der Vorrunde streichen.


Anna Hornischer meldet sich zurück. Platz 8 beim U23 European Open Circuit in Mödling

02.12.2018


Beim U23 European Open Circuit in Mödling, Österreich schaffte es Anna Hornischer unter 84 Fechterinnen bis ins Finale. Dabei startete sie nur mittelmäßig mit 3 Siegen und 3 Niederlagen ins stark besetzte Turnier. Schließlich waren die U23 Kadermannschaften von den Fechtnationen Italien, Russland, Rumänien und die Schweiz am Start hatten. Doch in der Direktausscheidung trumpfte sie dann auf: Im der K.O. der Besten 64 schlägt sie die Italienerin Marta Zapparato klar mit 15:5 und stand im 32er K.O. der Serbin Katarina Knezevic gegenüber. „ Die Serbin war sehr defensiv eingestellt und hat leider durch einen Treffer am Arm die Führung früh übernommen. Da musste Anna dann richtig ackern um den Ausgleichstreffer zu erzielen, aber das hat sie super gemacht. Im Sudden Death konnte sie dann einen klaren Treffer setzen " beschreibt Trainer Piotr Sozanski das Gefecht. Auch die an Nummer 2 gesetzte Italienerin Emilia Rossatti war kein Hindernis für Hornischer und sie gewann das Gefecht ums Finale deutlich mit 15:8. Um einen Platz auf dem Treppchen zu ergattern stand sie einer alten Bekannten gegenüber: Ricarda Multerer aus Leverkusen. Hornischer konnte ihr aber nicht Paroli bieten und verliert 15:10. „ Da ich mich in der Saisonvorbereitung verletzt hatte, bin ich nun froh wieder mal fechten zu können und mich schmerzfrei bewegen zu können. Ich hatte am Anfang etwas Schwierigkeiten mich ins Turnier einzufinden, konnte mich aber im Laufe des Turniers gut steigern. Das gibt mir Mut für den nächsten großen Auftritt, dem Weltcup Anfang Januar in Havanna." so Hornischer.

 


Max Eberhardt, Cedric Reiser, Till Giese, Jannik Ritz und Benedikt Schenkengel freuen sich über die guten Platzierungen. ( Foto: Viktoria Schenkengel)

A Jugend Landesmeisterschaft Baden Nord – Württemberg
Guilia Albrecht wird Landesmeisterin. Janik Ritz 2. im Herrendegen.

02.12.2018


Bei den A-Jugendlichen Landesmeisterschaften von Baden Nord und Württemberg konnten die Heidenheimer wieder zahlreiche Podestplätze erreichen. Guilia Albrecht sicherte sich bei den Damen den Titel, vor ihrer Vereinskollegin Anna Karsten. Beide konnten sich im Halbfinale gegen die Hauptkonkurrenz aus Tauberbischofsheim durchsetzen: Albrecht schlägt Katharina Kozielski 15:12, Karsten gewinnt 15:12 gegen Sarah-Lisa Toumi. Alla Zittel rundete das gute Heidenheimer Resultat noch mit Platz 5 ab.
Im Mannschaftswettbewerb kann das Trio sich im Halbfinale gegen den TSF Ditzingen mit 45:26 klar durchsetzen, ziehen aber im Finale gegen Tauberbischofsheim mit 43:26 den Kürzeren und mussten sich mit dem Vizelandesmeistertitel begnügen.
Im Herrendegen schaffte es Janik Ritz bis ins Finale. Im Halbfinale schlug er die deutsche Nummer 4 Sedat Bekay aus Tauberbischofsheim klar mit 15:9. Erst im Gefecht um den Titel musste er sich gegen den Reutlinger Alexander Kaltsamis 15:8 geschlagen geben. Ebenfalls aufs Treppchen schaffte es Benedikt Schenkengel. Mühelos focht er sich bis ins Halbfinale und musste sich nur knapp nach einem spannenden Gefecht gegen Kaltsamis 15:13 geschlagen geben. Till Giese erreichte Platz 5, Cedric Reiser Platz 7.
In der Mannschaft hat das Quartett Reiser, Giese, Boorz und Schenkengel auch den Vizemeistertitel errungen. Nach einem klaren 45:36 Sieg gegen Ditzingen, mussten sie sich im Finale gegen Reutlingen mit 42:41 im Sudden Death geschlagen geben.

 


Niklas Multerer erreicht den guten 53. Rang in Bern

26.11.2018

Beim ersten Weltcup Turnier der Saison im Herrendegen schaffte Niklas Multerer den Sprung unter die Besten 64 unter 289 Teilnehmern. Seine Erwartungen waren hoch, hatte er bei den letzten zwei deutschen Ranglistenturnieren immer das Podium erreicht. Mit 4 Siegen und 1 Niederlage zeigte Multerer auch von Anfang an seine Ambitionen. So gelang es ihm auch mit klaren Siegen über den Japaner Kodai Tajiri 15:7 und dem Hong Kong Chinesen Chak Hin Chau 15:8 den zweiten Wettkampftag zu erreichen. Im 64er Hauptfeld traf er auf einen alten Bekannten: Gegen Yuriy Taranenko aus der Ukraine trat Multerer im Mai letzte Saison beim Grand Prix in Budapest an und gewann dort sein Gefecht mit 15:13. Multerer ging also voller Mut in dieses Gefecht hinein und es war bis zum Schluss ein Gefecht auf Augenhöhe, wo Multerer aber mit 13:12 im Sudden Death den Kürzeren zog.
„Ich freue mich natürlich über das 64er. Das war das Ziel und das habe ich erreicht. Allerdings bin ich über das Gefecht gegen Taranenko enttäuscht. Ich habe ihn in Budapest geschlagen und das mit einem sicheren Gefühl. Deswegen hat es heute wehgetan im Sudden Death zu verlieren." so Multerer. Im Endklassement schafft er es als zweitbester Deutscher auf Platz 53. Der zweite hsbler am Start Stephan Rein schaffte es auf Platz 137. Nach 3 Siegen und 3 Niederlagen in der Runde und einem 15:13 Sieg über den Schweizer Clement Metrailler verlor er 7:8 gegen den Hong Kong Chinesen Chak Hin Chau.
Am Sonntag stand Multerer zusammen mit Lukas Bellmann (Leverkusen), Rico Braun (Tauberbischofsheim) und Richard Schmid (Offenbach) beim Mannschaftswettbewerb auf der Planche. Nach einem Sieg 45:37 Sieg gegen Argentinien musste man im Achtelfinale gegen Frankreich eine 37:45 Niederlage hinnehmen. Bei den Platzierungsgefechten verlor man gegen Hong Kong 43:42 und schloss das Turnier mit Siegen gegen Dänemark (42:34) und Venezuela (45:34) ab und belegte im Endklassement Platz 13. „ Nach längerer Abwesenheit in der Nationalmannschaft war ich natürlich sehr froh wieder Team fechten zu können und es hat mir auch richtig viel Spaß bereitet. Natürlich ist der 13. Platz zu wenig, trotzdem war es fechterisch eine gute Leistung." erklärte Multerer. Der nächste internationale Auftritt wird am 10. Januar der Heimweltcup im Congresscentrum sein.


Veronika Bieleszova gewinnt die 31. Auflage des Kneipp Cup.
Russland siegt zum 4. Mal in Folge beim Mannschaftsturnier


243 Fechterinnen kreuzten am Wochenende beim European Cadet Circuit „Kneipp Cup" im Paul-Gnaier-Fechtzentrum in Heidenheim die Klingen. Es waren die Russen und die Amerikaner, die als Favoriten an den Start gingen, aber die Tschechin Veronika Bieleszova, Bronzemedaillengewinnerin bei den Jugend olympischen Spielen im Sommer in Buenos Aires, die das Rennen um den Pokal für sich entscheidete. Nach einer makellosen Vorrunde fegte sie bis in die 16er Direktausscheidung mit sehr deutlichen Siegen ihre Konkurrentinnen von der Fechtbahn. Ab hier zeigte Bieleszova Kopfstärke: Zweimal gewinnt sie mit 15:14 und hatte einen Platz auf dem Treppchen schon sicher. Im Halbfinale stand sie der Nummer 9 der europäischen Rangliste, der Russin Ella Minullina gegenüber, die beim letzten CC Turnier in Grenoble den 3. Platz belegt hatte. Diese schlug sie 15:12. Auch das Finale gewann sie souverän mit 15:11 gegen Michaela Joyce aus den USA. „Es ist das erste Mal das eine tschechische Fechterin ganz oben auf dem Treppchen eines CC-Turniers steht. Dieser Erfolg geht in die Geschichtsbücher des tschechischen Fechtens ein" erzählt stolz der Präsident ihres Fechtclubs SC Prag.
Aus Heidenheimer Sicht verlief der Einzelwettkampf nicht zufriedenstellend. Von den 5 Starterinnen landete als Beste Alexandra Zittel auf Platz 73, Guilia Albrecht auf Platz 83, Mariella Tomic wird 137, Zittel 179. und Karsten 204. Keine konnte ein Gefecht in der Direktausscheidung für sich entscheiden. „Das ist eine enttäuschende Leistung für Heidenheim. Es liegt an der mentalen Einstellung. Sobald man einer großen Nation gegenübersteht, verliert man das Selbstvertrauen. Aus deutscher Sicht ist eine neue Generation am Kommen, die sich so langsam nach vorne arbeitet. Eine Fechterin schaffte es unter die Besten 16 und zwei zusätzlich in der 32 Direktausscheidung, das ist ein gutes Zeichen" so der Heidenheimer Philipp Stein, Bundestrainer für Kadetten.
Auch das Auftreten der Deutschen im Mannschaftswettbewerb am Sonntag stimmte Stein zufrieden. Schon im Achtelfinale wartete die starke zweite Mannschaft der Ukrainer. Mit einem Zwei-Treffer Vorsprung übernahm Lina Zerweck das letzte Gefecht und schaffte es dieses mit 45:44 zu Gunsten von Deutschland zu beenden. Im Viertelfinale kam die 1. Mannschaft der Ukraine, wo man bis zum 6. Gefecht noch in Führung lag, aber dann 39:45 verlor. Bei den Platzierungsgefechten verlor man anschließend gegen Russland im Sudden Death 43:42, konnte aber dann noch gegen Griechenland gewinnen und sicherte sich somit Platz 7. Russland konnte zum 4. Mal in Folge den Kneipp-Pokal gewinnen und gewann deutlich im Finale gegen die Polen 44:36. USA sicherte sich die Bronzemedaille.
Logistisches Mammutprogramm:
Mit der neuen Rekordzahl an Teilnehmern war es für die Organisation eine Herausforderung trotzdem für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. „Wir sind derzeit zusammen mit Bratislava die größten Ausrichter eines CC-Turniers. Die große Teilnehmerzahl sprengt eigentlich unseren Rahmen. Wir rechnen damit, dass sich die Zahl der Teilnehmern in den nächsten Jahren noch steigen wird, deswegen müssen wir uns Alternativen überlegen." so Hans-Jürgen Hauch, Teil des Organisationsteams.

 


26.11.2018

Max Eberhardt einziger Heidenheimer im 64er


Beim European Cadet Circuit für Herrendegen in Bonn kam kein Heidenheimer Fechter auf vordere Platzierungen. Max Eberhardt war der Einzige Vertreter des hsbs, der das 64er Feld erreichte. Mit 4 Siegen und 2 Niederlagen und einem Freilos in der 256-Direktausscheidung schlug er im 128er den Franzosen Simon Pitteux 15:13. In der nächsten Runde musste er aber gegen den Franzosen Tom Kieffer eine 15:5 Niederlage einstecken. „Es ist schade, dass ich es nicht ins 32er Feld geschafft habe, weil damit mir einen Platz in der Quote für das CC in Bratislava Anfang Januar sicher gewesen wäre. Nun bin ich auf dem undankbaren 21. Platz und 20 dürfen mitfahren.", so ein enttäuschter Eberhardt. Auch Cedric Reiser, der bei den deutschen Ranglisten Turnieren Anfang der Saison auftrumpfen konnte und sich Chancen auf eine EM und WM Qualifikation macht, konnte am Wochenende nicht punkten und muss sich mit Platz 142 zufrieden geben. Nach nur zwei Siegen in der Vorrunde musste er in der 256er Direktausscheidung eine 15:13 Niederlage gegen seinen Vereinskollegen Matthew Bülau hinnehmen. Bülau verlor danach im 128er K.O. gegen den Amerikaner Mihir Kumashi 15:6 und belegt den 119. Platz. „Meine Vorrunde war schon alles andere als gut. Dann verlor ich direkt mein erstes Gefecht gegen meinen Vereinskollegen Matthew. Ich hatte mir mehr vorgenommen, da ich die Qualifikation für die Europameisterschaften klar machen wollte. Nun heißt es in Bratislava: Alles oder nichts." erklärt Cedric Reiser.


12.11.2018

Mit hohen Ambitionen ging Niklas Multerer dieses Wochenende beim zweiten deutschen Ranglistenturnier, den Allstar Cup, in Reutlingen an den Start. Holte er bei diesem Turnier schon mal Bronze und Silber, wollte Multerer seinen Medaillensatz diesmal mit Gold komplettieren. Unmöglich schien dieses Unterfangen nicht, ist es gerade mal zwei Wochen her, dass er beim Ranglistenturnier in Heidelberg Gold gewann. Trotz einer etwas holprigen Vorrunde schaffte er es unter den 135 Teilnehmern souverän bis ins Viertelfinale. Beim Kampf ums Podium stand ihm das junge holländische Talent Rand Postma gegenüber. Multerer ließ sich aber nicht von dem seiner Schnelligkeit beeindrucken und gewann 15:11. Im Halbfinale kam es dann zum Duell gegen Richard Schmidt aus Offenbach, der im Juni die Bronzemedaille für Deutschland bei der Europameisterschaft in Novi Sad gewonnen hat. In den ersten zwei Dritteln geriet Multerer schnell mit 3:11 in Rückstand, um dann eine spannende Aufholjagd auf 9:12 zu beginnen, aber das Gefecht war schon zu weit fortgeschritten und Multerer musste sich 10:15 geschlagen geben. „ Ich hätte mich natürlich über den kompletten Medaillensatz gefreut, aber ich kann auch mit dem 3. Platz zufrieden sein, vor allem weil es die dritte Medaille bei deutschen Turnieren in Folge war, wenn man die deutschen Meisterschaften vom letzten Jahr noch mitzählt. Jetzt bin ich auf die internationalen Turniere gespannt " so Niklas Multerer. Stephan Rein, der den Allstarcup im Jahr 2011 und 2012 für sich entscheiden konnte, musste sich im Viertelfinale gegen die Nummer 1 aus Deutschland dem Leverkusener Marco Brinkmann mit 10:15 geschlagen geben und belegt im Endklassement den 6. Platz „Ich hatte mir mehr erhofft bei meinem Heimatturnier. Nun liegt der Fokus auf dem ersten Weltcup in Bern in zwei Wochen " so der gebürtige Reutlinger. Mit Philipp Kondring war noch ein weiterer HSB-Fechter unter den Besten 32.

 

Fotos: Melinda Koevecs


12.11.2018

Nadine Stahlberg 61. beim Schwert von Tallinn.

258 Fechterinnen waren am Wochenende beim ersten Weltcup der Saison in der estnischen Hauptstadt Tallinn gemeldet, darunter fast die kompletten 50 Besten der Weltrangliste. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die verschiedenen Nationen die Olympiaqualifikation, die im April startet, schon ins Auge gefasst haben. Der HSB war mit sechs Fechterinnen am Start: Nadine Stahlberg, Anna Jonas, Vanessa Riedmüller, Anna Hornischer, Sophia Weitbrecht und die für Luxemburg startende Lis Rottler-Fautsch. Vor allem Anna Jonas präsentierte sich bei ihrem erst zweiten internationalen Auftritt in der Vorrunde mit 4 Siegen und nur einer Niederlage sehr gut und startete mit Platz 29 in die Direktausscheidung. Allerdings bescherte ihr dies kein Losglück, kam sie nach einem Freilos im 256er direkt gegen ihre Vereinskollegin Nadine Stahlberg, die nach der Vorrunde nur auf Platz 100 gesetzt war. Stahlberg entschied dieses Gefecht deutlich mit 15:5 für sich. Auch im 64er Vortableau kam es für Stahlberg wieder zu einem hausinternen Duell und stand hier Lis Rottler-Fautsch gegenüber. Nach dem ersten Drittel Passivität, konnte Rottler-Fautsch im zweiten Drittel eine 5:3 Führung herausarbeiten. Stahlberg schaffte mit viel Druck den Ausgleich, um dann selber eine Führung aufzubauen, wo Rottler-Fautsch aber noch zwei Sekunden vor Ablauf der regulären Zeit den Ausgleichtreffer setzte. Im Sudden Death setzte Stahlberg den entscheidenden Treffer und qualifizierte sich für die Top 64. Hier stand sie der Nummer sechs der Welt, Young Mi Kang aus Korea gegenüber. Stahlberg war in diesem Gefecht zu respektvoll und kam schnell in Rückstand. Erst im dritten Drittel schaffte Stahlberg es eigene Treffer zu kreieren, der Abstand war aber zu groß und die erfahrene Kang konnte das Gefecht nach Zeitablauf mit 14:11 für sich entscheiden und Stahlberg beendete das Turnier auf Platz 61. Weitbrecht schaffte es nicht über die Vorrunde heraus, Riedmüller verlor im 256er K.O. gegen Guangjan HOU aus China 15:10 und Hornischer musste sich an gleicher Stelle im Sudden Death 8:7 gegen Alexandra Predescu aus Rumänien geschlagen geben. „Die Leistung von Anna Jonas in der Runde muss man hervorheben, da es einer ihrer ersten Weltcups war und sie sich nicht von der internationalen Stärke hat beeindrucken lassen. Pech hatten wir natürlich, dass direkt drei Heidenheimer Fechterinnen im gleichen Lauf sind. Damit verlieren wir schon zwei Kandidatinnen für das 64er Hauptfeld. Von unserer U23 Mannschaft Hornischer, Riedmüller, Weitbrecht müsste es mindestens auch einer ins 64er Feld schaffen, auch wenn es diese Saison sehr schwer wird, merkt man doch deutlich das gestiegene Niveau mit baldigem Beginn der Olympiaqualifikation." so Cheftrainer Hans-Jürgen Hauch.

 

Fotos: Melinda Koevecs



12.11.2018

Till Giese 55. beim Cadet Circuit in Budapest.
Beim European Cadet Circuit am Wochenende präsentierte sich der Heidenheimer Till Giese gut in Form. Mit 4 Siegen und 2 Niederlagen startete er beim mit 224 Fechtern stark besetzten Turnier in die Vorrunde. In einem sehr taktischen Gefecht schlug er im 128er Tableau den Serben Vid Petrovic im Sudden Death 5:4. Im darauffolgenden Gefecht ließ ihm der Ukrainer Mykhailo Kublitskyi aber keine Chance und er musste eine 15:3 Niederlage hinnehmen. Allerdings ist er mit Platz 55 drittbester Deutscher gewesen. Cedric Reiser startete sehr gut ins Turnier in ließ in der Vorrunde nur eine Niederlage zu. Nach einem Freilos zog er aber im 128er Tableau gegen den Österreicher Leo Zoelss mit 13:15 den Kürzeren und beendete das Turnier auf Platz 72. Reiser kann sich aber noch durchaus Hoffnungen auf eine mögliche Qualifikation für die Kadetteneuropameisterschaften Ende Februar in Foggia (ITA) machen.


04.11.2018

Junioren Q Turnier in Offenbach: Seyd als 17. Bester Heidenheimer


122 Fechter waren am Wochenende beim 2. Ranglistenturnier der Junioren in Offenbach am Start. Wie auch schon in Bad Segeberg zeigte Julian Seyd, dass die Vorrundengefechte seine Stärke sind: 5 Siege standen keiner Niederlage gegenüber. Dies bescherte ihm in der Direktausscheidung ein Freilos. Im 64er K.O. stand Seyd Moritz Willrett aus Ditzingen gegenüber, wo er mit 15:10 die Oberhand behielt. Im 32er K.O. trat er gegen den noch A-Jugendlichen Tauberaner Sedat Bakay an. Seyd fand nicht ins Gefecht und muss eine 13:15 Niederlage hinnehmen, womit es im Endklassement nur zu Platz 17 reichte. Insgesamt waren mit Jakob Blum, Henri Zimmermann, Jonas Boorz noch drei weitere HSBler unter den 32 Besten, von denen aber keiner den Sprung ins Achtelfinale schaffte. „Gut ist, dass wir 4 Fechter unter den 32 Besten haben, aber dass alle vier an gleicher Stelle ausscheiden ist nicht akzeptabel." so Landestrainer Wilhelm Ewert.
Damendegen blieb hinter den Erwartungen.
Mit gutem Gefühl fuhr das HSB Damendegen Team am Wochenende zum European Cadet Circuit in Grenoble, waren schließlich mit Guilia Albrecht, Alexandra Zittel und Carolina Alves de Lima und Anna Karsten vier Topfechterinnnen am Start. Doch keiner der vier Kadettinnen konnte sich in Grenoble in die vorderen Reihen reinfechten. Alves De Lima und Karsten schafften es nicht über die Vorrunde hinaus, Albrecht musste sich schon im ersten Gefecht gegen die Spanierin Zugasti 15:12 geschlagen geben und Zittel verlor gegen die Britin Keira Papadopoulos 15:10. „Dieses Ergebnis ist unterirdisch. Jetzt müssen wir die Moral wieder aufbauen um beim Heimturnier, dem Kneipp Cup am 25 November, eine bessere Figur abzugeben" so Damendegentrainer Hans-Jürgen Hauch.

 


Heidenheimer Fechter in Offenbach. Foto: Melinda Kövecs

Niklas Multerer (rechts) gewinnt das deutsche Ranglisten Turnier in Heidelberg. Stephan Rein wird 9. Foto: Melinda Kövecs

28.10.2018

Multerer gewinnt deutsches Ranglisten Turnier in Heidelberg.
Stahlberg erreicht Platz 2 bei den Damen.


Unter 154 Konkurrenten konnte hsbler Niklas Multerer am Wochenende beim ersten nationalen Aufritt überzeugen. Nach einer makellosen Vorrunde konnte er sich durch souveränene Gefechte ins Viertelfinale reinfechten. Auch der erst 18-jährigen Tobias Weckerle aus Böblingen stellte hier für Multerer keine Probleme dar und er gewann 15:11. Im Kampf ums Podest wurde es dann spannender: der Offenbacher Nikolaus Bodoczi, Nummer 11 der deutschen Rangliste, verlangte Multerer alles ab. Aber dieser behielt die Nerven und gewann im Sudden Death 12:11. Im Finale stand ihm die Nummer 1 der deutschen Rangliste Marco Brinkmann (Leverkusen) gegenüber. Der Youngster der deutschen Nationalmannschaft hatte sich im Halbfinale gegen Vereinskollege Lukas Bellmann durchgesetzt. Multere gewann 15:8 und sicherte sich somit den Turniersieg. „ Es war ein guter Auftakt in die Saison. Ich konnte einiges von dem umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte, denke aber, sehe aber noch Verbesserungsmöglichkeiten, bevor es ende November zum ersten Weltcup nach Bern geht." analysierte Multerer seine Leistung. Stephan Rein belegte den guten 9. Platz nach eine Niederlage gegen den Berliner Toni Kneist 14:12. Jakob Blum, der letzte Woche beim Junioren QB das Finale erreichte, konnte seine gute Form nochmal beweisen und belegte Platz 24.
Nadine Stahlberg, die seit der neuen Saison für den hsb im Einsatz ist, nutze bei den Damen das deutsche Ranglisten Turnier, um nochmals auf sich aufmerksam zu machen. Ohne Niederlage startete sie in die Direktausscheidung und liess bis ins Viertelfinale nichts anbrennen. Hier stand ihr die ehemalige Heidenheimerin Ricarda Multerer gegenüber, die sie 15:11 schlug. Im Halbfinale kam es gegen Beate Christmann aus Tauberbischofsheim zu einem sehr taktischen Gefecht, wo Stahlberg mit 6-2 die Oberhand behielt. Ihre Finalgegnerin hiess dann Alexandra Ehler aus Leverkusen. Mit einem Treffer Rückstand konnte sie in der letzten Minute noch den Ausgleich auf 5:5 treffen und somit kam es zum Sudden Death, den Ehler mit einen gelungenen Angriff für sich entscheidete. „ Ich bin sehr zufrieden mit meinem zweiten Platz. Die Zusammenarbeit mit Trainer Piotr Sozanski läuft sehr gut. Wir konnten uns schnell aufeinander einstellen und jetzt will ich auch international wieder attackieren."
Lis Rottler-Fautsch konnte den fünften Platz erreichen, musste sich im Viertelfinale gegen die Tauberbischofsheimerin Noemi Meszaros 15:11 geschlagen geben, die vorher schon die hsblerin Vanessa Riedmüller 15:14 besiegt hatte. Juniorin Franziska Mayr zeigte mit einem 10. Platz eine gute Leistung und Anna Jonas konnte mit dem 15. Platz sich einen Platz in der Weltcupquote sichern. „ Mit den Leistung einzelner wie Stahlberg, Mayr, Jonas sind wir zufrieden. Allerdings üben unsere U23 Fechterinnen zu wenig Druck auf die Nationalmannschaft aus. Hier kommen die Niederlagen doch noch zu früh. Daran müssen wir arbeiten" so Cheftrainer Hans-Jürgen Hauch und Piotr Sozanski.

 


Nadine Stahlberg im Finale gegen Alexandra Ehler Foto: Lis Fautsch

20.10.2018

Lea Mayer gewinnt deutsches Ranglistenturnier in Bad Segeberg vor Alexandra Zittel. Viktoria Hilbrig sichert sich Bronze.

 


Bad Segeberg Finalistinnen: Franziska Mayr, Carolin Teuber, Alexandra Zittel, Lea Mayer und Viktoria Hilbrig

Dass kein Weg im deutschen Fechten an Heidenheim vorbei führt, ist bekannt. Doch die Vorstellung, die die Heidenheimer Juniorinnen am Wochenende beim Nord Ostsee Pokal in Bad Segeberg zeigten war einzigartig. Unter 84 Teilnehmerinnen schafften alle 11 hsb-Starterinnen den Sprung nach der Vorrunde in die Direktausscheidung. Die erfahrene Fechterinnen Lea Mayer, Franziska Mayr, Carolin Teuber, Vanessa Heinz und Viktoria Hilbrig ließen auch bis ins Viertelfinale nichts anbrennen und überzeugten mit klaren Siegen. Für Nachwuchstrainer Philipp Stein ist es aber auch sehr erfreulich, dass mit Alexandra Zittel, Carolina Alves Di Lima und Guilia Albrecht gleich drei Fechterinnen aus der A-Jugend ins Achtelfinale vorgestoßen sind. Hier kam es zu zwei vereinsinternen Duellen: Mayr gewinnt gegen Heinz 15:6, Zittel gegen Albrecht mit 15:11. Hilbrig und Teuber zeigten beide Nervenstärke und konnten ihre Gefechte jeweils 15:14 für sich entscheiden. Mayer gewann gegen Melissa Yetkin vom Heidelberger FC, sodass nicht weniger als fünf Fechterinnen den Sprung ins Viertelfinale schafften. Hier stand Lea Mayer der Nummer 2 der deutschen Rangliste Lisa Maria Löhr vom Fechtzentrum Solingen gegenüber. Nach abgelaufener Regelzeit und Gleichstand ging es ins Sudden Death, wo Mayer den entscheidenden Treffer setzte. Das Halbfinale fiel für Mayer wesentlich leichter aus, sie siegte gegen Kristin Greul aus Ditzingen mit 15:7, die vorher Teuber 15:13 geschlagen hatte. Zittel überraschte mit einem deutlichen 15:8 Sieg gegen die Nummer 6 der deutschen Ranglisten Brenda Kolbinger (Fechtzentrum Solingen) und die erst 14-jährige besiegte zusätzlich noch Viktoria Hilbrig im Halbfinale, die vorher gegen Vereinskollegin Mayr 15:10 gewann. Das reine Heidenheimer Finale konnte Lea Mayer klar mit 15:12 für sich entscheiden und somit ihre Führung auf der deutschen Rangliste ausbauen. „Unser Ziel war es ein Podiumsplatz zu erringen und eine weitere Fechterin im Finale der Besten 8 zu haben. Nun kommen wir mit drei Medaillen und insgesamt fünf Fechterinnen unter den Besten 8 nach Hause. Dies war ein perfekter Saisonstart für die Juniorinnen", so Trainer Hans-Jürgen Hauch.


Jakob Blum mit gelungenem Einstieg bei den Junioren.

Unter insgesamt 106 Fechtern konnte sich Jakob Blum den 8. Platz sichern. Er musste sich erst im Gefecht um eine Medaille dem späteren Turniersieger Arthur Fischer (Leipzig) knapp 11:13 geschlagen geben. Dabei war Blum nur mittelmäßig mit drei Siegen und drei Niederlagen ins Turnier gestartet, konnte seine Leistung aber in den Direktausscheidungsgefechten kontinuierlich steigern. Schon im 32er Tableau stand er dem Heidenheimer Julian Seyd, der als Nummer 2 gesetzt gewesen war, gegenüber. Er gewann 15:12 und konnte mit gewonnenem Selbstvertrauen das Gefecht im Viertelfinale gegen Tobias Weckerle aus Böblingen mit 15:11 für sich entscheiden. Neben Julian Seyd schafften es noch Lucas Fendt und Henri Zimmermann unter die Besten 32. „Das Finale von Jakob Blum muss man als eine sehr gute Leistung ansehen, da Jakob erst erstes Jahr Junior ist. Wichtig war aber auch, dass unsere A-Jugendlichen hier mitfechten konnten und wichtige Erfahrungen gesammelt haben. Diese haben sich allesamt gut präsentiert" so Trainer Jannis Blank.


1. Jahr Junior und schon im Finale: Jakob Blum (rechts)

13.10.2018

Riedmüller trumpft auf


Trainer Hans-Jürgen HAUCH gibt taktische Anweisungen an Vanessa Riedmüller

152 Fechterinnen aus 30 Nationen, darunter die Nationalmannschaften aus Russland, Estland, Ungarn und Polen fanden den Weg zum Satelliten Weltcup in die kroatische Küstenstadt Split. Auch 5 Fechterinnen vom HSB waren am Start. Vor allem Neuzugang Nadine Stahlberg zeigte mit einer makellosen Vorrunde ohne Niederlage ihre Ambitionen. Sophia Weitbrecht und die für Luxemburg startende Wahlheidenheimerin Lis Rottler-Fautsch starteten mit 5 Siegen gut ins Turnier. Vanessa Riedmüller erreichte 3 Siege, Anna Jonas schaffte mit einem Sieg nicht den Sprung in die Direktausscheidung. Hier stellte Riedmüller ihr Können unter Bewies. Nach einem deutlichen Auftaktsieg gegen die Panamerikanerin Gonzalez, kam es im rein deutschen Duell gegen die Tauberbischofsheimerin und Nummer 2 der deutschen Rangliste Beate Christmann zum Sudden Death, welches Riedmüller mit 9-8 für sich entschied. Die Russin Anastasia Korneeva schlug sie mit 15-12 und nur die Kanadierin Malinka Hoppe Montanaro, Nr. 61 der Welt, stoppte die 21-Jährige äußerst knapp mit 15-14 auf ihrem Weg ins Finale. „ Ich bin sehr froh wie ich heute gefochten habe. Meine Vorrunde war nur mittelmäßig, aber ich habe mich nicht nervös machen lassen und bin in den K.O.-Gefechten immer besser reingekommen. Es wäre zum Schluss sogar noch mehr drin gewesen" so Riedmüller, die derzeit an ihrer Bachelor-Abschlussarbeit schreibt.. Weitbrecht erreicht Platz 23, nachdem sie souveräne Siege gegen die Kroatin Mesic und gegen die Roumänin Predescu erficht, aber gegen die Russin Komarova mit 12-15 den Kürzeren zieht. Rottler-Fautsch schlägt im 128er KO die Russin Zvereva 14-13, und ebnete sich ihren Weg über Botvinik aus Israel unter die letzten 32, wo aber die Russin Lukianova mit 15-12 die Oberhand behielt und Rottler-Fautsch das Turnier auf Platz 24 beendet. Stahlberg musste sich im 64er Tableau gegen die Ungarin Kata Mihaly 15-11 geschlagen geben und belegt im Endklassement Platz 34. „Insgesamt sind wir zufrieden mit der Leistung unserer Fechterinnen. Das Turnier war sehr stark besetzt und unsere jungen Fechterinnen haben gezeigt, dass sie vorne mitmischen können. Wir sind auf einem guten Weg" so die Trainer Hans-Jürgen Hauch und Piotr Sozanski.


13.10.2018

Cedric Reiser nutzt Heimvorteil.


Bronze-Medaille unter 160 Teilnehmern beim A-Jugend Ranglisten Turnier in Heidenheim.

Fechter Cedric Reiser zeigte am Wochenende, dass er zur Spitze der deutschen A-Jugend gehört. Unter 160 Teilnehmern startete er als 20. gesetzt nach den Vorrunden in die Direktausscheidung, wo er nach einem Freilos im 128er einen deutlichen Sieg mit 15-8 gegen den Leverkusener Tobias Schulz einfuhr. Im 32er KO-Gefecht gewann er im zum vereinsinternen Duell gegen Benedikt Schenkengel 15-12, der vorher ein gutes Gefecht gegen Otto Behnke aus Augsburg absolvierte und im Endklassement den 34 Platz belegt. Unter den Besten 16 befanden sich noch drei Heidenheimer: Jonas Boorz, der vorher sich den Weg mit Siegen gegen Nicolas Luther aus Segeberg und Michael Kramer aus Augsburg 15-13 geebnet hatte, musste sich gegen Bendix Kelpe aus Segeberg geschlagen geben und Janik Ritz, der nach seinen Siegen gegen Julius Katzmaier aus Reutlingen und gegen den Holländer Daan Warrema, eine klare Niederlage gegen Fabio Murru mit 15-4 hinnehmen musste. So ruhten alle Hoffnungen auf Reiser, dass ein Heidenheimer Fechter das Finale erreicht. Dieser hielt dem Druck stand, gewann im 16er Tableau 15-12 gegen Herne Breker aus Lohausen und konnte sich nach einem spannenden Gefecht gegen Sedat Bakay aus Tauberbischofsheim mit 15-14 sogar ein Platz auf dem Podest sichern. Dieses Gefecht hatte ihn aber zu viel Energie gekostet, sodass er im Halbfinale der Nummer 1 der deutschen Rangliste Fabio Murro aus Leverkusen nicht mehr Paroli bieten konnte und 15-5 verlor. Dieser sicherte sich durch ein 15-5 Sieg im Finale den Turniersieg gegen Keanu Nagel aus Krefeld.
„ Durch die guten Resultate unserer Jungs sind jetzt fünf Heidenheimer in der Quote, die mit auf das europäische Kadetten Turnier nach Budapest fahren dürfen. Außerdem hat Cedric mit Platz 6 der deutschen Rangliste realistische Chancen sich für die Europameisterschaft und Weltmeisterschaft zu qualifizieren.", so ein zufriedener Nachwuchstrainer Jannis Blank.


Ein glücklicher Cedric Reisermit Platz 3 beim A-Jugend Q Turnier


Die Platzierungen:
1. Fabio Murru (OFC Bonn)
2. Kean Nagel (Fecht Club Krefeld)
3. Kassian Meier (Fechtzentrum Solingen), Cedric Reiser (HSB)

12. Janik Ritz (HSB)
16. Jonas Boorz (HSB)
21. Benedikt Schenkengel (HSB)
25. Max Eberhardt (HSB)
27. Till Giese (HSB)
30. Gernot Kummer (HSB)
43. Matthew Bülau (HSB)
58. Sven Rust (HSB)
81. Marlon Früholz (HSB)
86. Felix Ritz (HSB)
95. Horant Kummer (HSB)
101. Tim Jurtschak (HSB)
124. Janik Nothelfer (HSB)
150. Joannes Schenkengel (HSB)
156. Kebbart Wulf (HSB)
158. Erik Busch (HSB)