Heimsieg nach Anlaufproblemen

Nach einer gefühlt unendlich langen Pause (587 Tage nach dem letzten Heimspiel) wurde in der Karl-Rau-Halle endlich wieder einmal Handball gespielt.

Und diese Pause merkte man beiden Teams auch deutlich an.
Vor allem die Hausherren hatten zu Beginn sowohl in der Abwehr, als auch im gebundenen Angriff große Schwierigkeiten mit dem Timing. Die gewohnten Automatismen griffen noch nicht und das Spiel wirkte etwas statisch.

Die Gäste nutzten dies zu Beginn aus und kamen immer wieder zu relativ einfachen Toren, da der hsb in der Deckung nicht die gewohnte Aggressivität zeigte und des Öfteren einfach zu langsam verschob. So erzielten die Gäste das 0:1 und blieben bis zum 4:5 immer in Führung. In der Folge schloss der hsb mehrmals hintereinander unvorbereitet ab und der TV nutzte dies zur ersten 3-Tore Führung und zwang Coach Somogyi zur Auszeit. Leider hatte diese zunächst nicht die gewünschte Wirkung und eine doppelte Zeitstrafe gegen die Hausherren führte zum 4:8. Der hsb war in dieser Phase nur über Tempogegenstöße seiner beiden schnellen Außen Stegmaier und Gaschler erfolgreich und konnte so den Rückstand bis zum 6:10 nach 15 Minuten zumindest in Grenzen halten. Allmählich steigerte sich die hsb-Defensive, arbeitete besser und ermöglichte es damit Torhüter Bosch, sich besser auf die Würfe einzustellen. Die Gäste scheiterten mehrmals und eine 3-er Serie brachte den hsb auf 9:10 heran. Nach der fälligen Auszeit der Gäste hatten diese nun in der Folge Probleme in der Deckung und schafften es nicht mehr die Räume zuzustellen. Das 9:11 durch Kolb schien das endgültige Signal für die Hausherren gewesen zu sein. Nach dem 10:11 von Marcel Hug glich Mane Maresch das erste Mal für den hsb aus, ehe Leon Gaschler, der eine super Partie zeigte, und Tim Baur die erste 2-Tore Führung für den hsb herauswarfen. Ganze 2 Minuten hatte der hsb für diese 4 Tore benötigt ehe Steinheim wieder auf 13:12 verkürzen konnte. Doch dies war nur ein kurzes Strohfeuer. Die Gäste hatten nun sichtlich Probleme mit der Luft und machten es dem hsb leicht, seine Treffer zu erzielen. Ein 5:1 Lauf für die Hausherren war die logische Konsequenz und mit einem 18:13 ging es in die Pause.

Auch nach der Pause machte der hsb weiter Tempo. Über 22:15 und 23:16 nach 40 Minuten erhöhten die Hausherren den Vorsprung kontinuierlich und nach gespielten 48 Minuten lag der hsb erstmals durch den Treffer von Leopold Hüper mit 10 Toren vorn (27:17). Die Gäste kämpften zwar unverdrossen weiter, doch nun wurde langsam ein Klassenunterschied deutlich. Coach Somogyi wechselte nun vermehrt durch und sowohl Torhüter Kost mit einem langen Gegenstoßpass, als auch Adrian Schoeps und Cedric Kascha nutzten ihre Chance. Beim 33:20 fünf Minuten vor dem Ende war die Frage nach dem Sieger schon längst geklärt und im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Hausherren in der Konzentration nach und ermöglichten den Gästen eine Resultatsverbesserung.

Das 35:25 Endergebnis darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass beim hsb noch viel Arbeit wartet, bis man wieder auf Vor-COVID-19-Niveau ist.

Es spielten:
M. Bosch (TW), M. Kost (TW), L. Hüper 1, M. Valeczky, T. Baur 3, K. Rendle (7/4), T. Stegmeier 5, M. Maresch 4, T. Uhl 2, C. Kascha 1, L. Gaschler 6, A. Schoeps 1, M. Hug 5

Zuschauer: 200


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